Europapolitik hautnah

Am 19.06.2018 haben wir, die Klasse 9d, in Verbindung mit unserer Abschlussfahrt das Europäische Parlament in Straßburg besucht. Bereits von außen – als wir unter den Fahnenmasten der (noch) 28 Mitgliedländer der EU auf unsere Führung warteten – machten die Dimensionen der Architektur einen enormen Eindruck auf uns. Der anschließende Rundgang durch das nicht minder imposante Innere der Gebäude beinhaltete dann eine Filmpräsentation über die Arbeit des Parlaments in einem 360°-Kino, den Besuch eines interaktiven Ausstellungsbereichs des Simone-Veil-Parlamentariums und – als großes Highlight – den Besuch des großen Plenarsaals.

In diesem haben wir das Wichtigste über die Geschichte und die Arbeit des Europäischen Parlaments gelernt, so zum Beispiel, dass die Europäische Gemeinschaft ursprünglich von den sogenannten Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg), Deutschland, Frankreich und Italien gegründet wurde, das Parlament aus 751 Abgeordneten aus 9 Fraktionen und einigen fraktionslosen Abgeordneten aus den 28 Mitgliedstaaten besteht und im Europäischen Parlament insgesamt 24 Amtssprachen gesprochen werden. Straßburg ist neben Brüssel und Luxemburg einer von drei Standorten des Europäischen Parlaments. Der deutsche Politiker und letztjährige Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, war von 1994 – 2017 Mitglied und von 2012 – 2017 Präsident des Europäischen Parlaments. Sein Nachfolger in diesem Amt ist seit dem 17. Januar 2017 der italienische Politiker Antonio Tajani. Das Europäische Parlament erlässt Rechtsvorschriften, die sich auf das tägliche Leben aller in der EU lebenden Bürgerinnen und Bürger auswirken (Legislativfunktion). Manchmal liegt die Verantwortung aber auch bei den Mitgliedstaaten, wenn nationale Lösungen sinnvoller sind als eine gesamteuropäische (das nennt man dann Subsidiarität). Außerdem wacht das Europäische Parlament über die Verwendung der EU-Mittel (Budgetfunktion) und wählt und kontrolliert die Europäische Kommission (Wahlfunktion).

Der Besuch des Europäischen Parlaments war sehr interessant und informativ, sodass wir diesen Besuch jedem nur empfehlen können, der mal in die Nähe von Straßburg kommt.

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Jan Niklas Kreuz (9d)

Letzter Schultag – Schöne Ferien!

Palaststunde im Forum

Eingerahmt von wundervollen musikalischen Darbietungen wurden heute unsere Schülerinnen und Schüler für ihr außerunterrichtliches Engagement geehrt. Dank der Unterstützung des Fördervereins konnte der Sozialpreis 2018 und der Preis Beste Facharbeit 2018 verliehen werden.Weitere Zertifikate, Urkunden, Preise und Pokale wurden ausgehändigt für die erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben (Englisch, Physik, Chemie, Mathematik, Informatik, Biologie), Sportveranstaltungen (Unterstufenturnier, Marathon-Staffel) und der Sporthelfer-Ausbildung. Besondere Würdigung erfuhren die Teilnehmer des Projektes Sichtwechsel, bei dem unsere Schülerinnen und Schüler u.a. mit der Aktion Straßenkind für einen Tag über 700€ Spendengelder eingenommen haben. Am Ende standen annähernd 100 Schülerinnen und Schüler auf der Bühne!

Im Namen des Lehrerkollegiums wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern und ihren Familien schöne Ferien!

13.07.2018, Christian Dubois, Schulleiter

AvH zeichnet herausragende Abiturienten mit MINT-EC-Zertifikat aus

4 Schülerinnen und 6 Schüler für außergewöhnliche MINT-Leistungen geehrt

Im Rahmen der Abiturfeier wurde 10 Schülerinnen und Schülern des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums von Frau Kock das MINT-EC-Zertifikat für ihre herausragenden Leistungen und ihr besonderes Engagement im MINT-Bereich verliehen. Gleich fünfmal konnte das Zertifikat der höchsten Stufe „mit Auszeichnung“ vergeben werden.
Wir gratulieren (von links nach rechts): Dennis Schlesinger, Anna-Lena Deckers, Adrian Feiler, Carolin Rami, Luca Floreck , Louis Gawenda , Christina Kotte, Julian Kreuz, Hannah Linnemann, und Tobias Scheffner ganz herzlich zu diesem besonderen Erfolg und wünschen, dass das Zertifikat ihnen im Studium und Beruf Türen öffnet!

Das AvH ist seit 2016 Teil des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und ist daher eine der Schulen, die das MINT-EC-Zertifikat vergeben dürfen. Das Zertifikat bündelt und dokumentiert die MINT-Leistungen der Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schullaufbahn. Die Auszeichnung bietet Unternehmen und Hochschulen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige, Einordnung der Schülerleistungen und Bewertung der Anforderungsniveaus von Wettbewerben oder anderen außerschulischen MINT-Aktivitäten.

Die hohe Zahl der in diesem Jahr erworbenen Zertifikate zeigt das besondere Engagement des AvH im MINT-Bereich. Gedankt sei an dieser Stelle den vielen Kolleginnen und Kollegen, die Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus, in den verschiedensten Projekten und Wettbewerben betreuen und fördern.

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13.07.2018, Bettina Kock (Kooperation MINT-EC)

Bio-Leistungskurs erfährt übergreifendes Lernen

Exkursion zum Museum König
Zum Abschluss des Schuljahres durfte der Biologie Leistungskurs von Herrn Prior nochmals alles Fachwissen auf die Probe stellen. Im Museum König in Bonn wurden grundlegende Mechanismen und Grundlagen der Ökologie wiederholt, vertieft und in neue Zusammenhänge gebracht, da auch der Aspekt der Evolution, der die Schülerinnen und Schüler im nächsten Halbjahr begleiten wird, in den Fokus genommen wurde.

Mithilfe der hervorragenden Ausstellung sowie durch die fachmännische Unterstützung erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler neues Fachwissen und konnten bereits vertraute Fachinhalte mit neuen kombinieren, verknüpfen und Transfermöglichkeiten schaffen.

13.07.2018, C. Prior (Biologie LK)

freestyle-physics: Acht AvH-Boote im Finale

Schülerinnen und Schüler des AvH an der Universität Duisburg-Essen vorn dabei

In einer vor Spannung knisternden Atmosphäre kämpften 600 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW an der Universität Duisburg-Essen am 03.07.18 um den Sieg beim Bootsbau im freestyle-physics-Wettbewerb. Mit viel Kreativität und physikalischem Pfiff galt es mit einfachsten Materialien ein Boot zu bauen, welches in Rekordzeit und nur mit einem Liter Wasser angetrieben eine Strecke von einem Meter zurücklegt. Professor Axel Lorke und sein Team begutachteten die Boote und würdigten jede originelle Idee, vergaben TÜV-Plaketten und los ging das Rennen um die beste Zeit. Gleich vier Boote von AvH-Schülerinnen und Schülern waren ganz vorn dabei und verpassten den Sieg um weniger als eine Sekunde. Neben dem Wettbewerb nutzten unsere Schülerinnen und Schüler intensiv das attraktive Rahmenprogramm. So wurden Workshops zur Holografie besucht und an Campusführungen teilgenommen. Insgesamt genossen alle Teilnehmenden einen spannenden und interessanten Tag an der Universität.

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11.07.2018, Silke Hagemann, Fachvorsitz Physik

Ausflug der Jahrgangsstufe 9 zur Gedenkstätte Hadamar

„Mensch, achte den Menschen“

Am 28. Juni haben wir, die Jahrgangsstufe 9, die Gedenkstätte Hadamar besucht. Hadamar war von 1941-1945 Teil des Euthanasie-Programms T4.
Die ersten Eindrücke waren anders als erwartet. Man ist davon ausgegangen, dass das Gebäude, in denen vor mehr als 70 Jahren mehrere Tausend Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordet wurden, eine bedrohliche Wirkung auf einen ausübt, jedoch wirkte es, zu heutiger Zeit, weder unfreundlich noch bedrohlich von außen.

Wir bekamen erste Eindrücke in die Idealbilder der Nationalsozialisten, die die Erklärung ihres Tuns sein könnten. Anschließend haben wir die Busgarage besucht, die für viele aussah wie eine Scheune. In dieser Busgarage kamen mehrmals täglich Busse mit bis zu 50 Menschen an. Diese wurden von dort direkt in das Hauptgebäude gebracht. Dies geschah mit Hilfe eines hölzernen Durchganges, der es den Leuten nicht ermöglichte irgendetwas von ihrer Umgebung wahrzunehmen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Menschen ohne Angst und Verwirrung durch die Durchgänge getrieben wurden. Als diese im Hauptgebäude angekommen waren, sollte es möglichst wie bei jeder anderen Heilanstalt ablaufen. Also untersuchte man die Patienten und zog ihnen die Klamotten aus. Zusätzlich markierte man diejenigen, denen man entweder nach ihrem Tod die Goldzähne rausschlug, oder denen das Gehirn für Forschungszwecke entnommen werden sollte. Dieses systematische Vorgehen ist einfach nur erschreckend und unmenschlich, da es sich hier um einen Menschen, ein Lebewesen und nicht um einen wertvollen oder wertlosen Gegenstand handelt. Anschließend wurden die Menschen immer noch am gleichen Tag mehr oder weniger freiwillig (das ist heute immer noch nicht sicher) zum Duschen aufgefordert und wurden dafür in die Gaskammer geführt. Es war komisch auf den gleichen Fliesen zu laufen, die vor gerade erst einmal ungefähr 70 Jahren Tausende Menschen kurz vor ihrem Tod überquert haben. In dem Keller war es eng und stickig, man war gleichzeitig interessiert und gespannt, aber auch froh zu wissen, dass man gleich wieder oben das Tageslicht erblicken würde. Die Gaskammer, in der bis zu 50 Leute auf einmal vergast wurden, war winzig und von beiden Seiten mit Türen verriegelt. Im Nebenraum, so zeigte man uns, stand die Maschine, die durch Aufdrehen des Gashahns Kohlenmonoxid in den Raum pumpte: Dieser Raum war mit einem Fenster mit dem “Duschraum“ verbunden. Somit konnte der zuständige Arzt, der den Hahn aufdrehte, zusehen wie die Menschen starben und meist nach einer guten halben Stunde wurden die Menschen entweder in den benachbarten Sektionsraum gebracht oder zu den Einäscherungsöfen geschleift. Damit dies nicht so anstrengend wurde, wurde auf dem Boden eine Art Rutschspur angelegt, damit man die Leichen einfach zum Krematorium schleifen konnte. Diese Aktion demonstriert nochmals wie menschenverachtend mit den Körpern umgegangen wurde.

Nach diesem Prinzip wurde jeden Tag für 8 Monate vorgegangen, und es wurden über 10.000 Menschen ermordet, die Aschewolken hat man jeden Tag gesehen. Dies wurde anschließend abrupt für ein Jahr eingestellt. Doch 1942 bis Kriegsende wurde weiter nur nicht so auffällig gemordet, mit Mitteln wie Vergiftung, einer Überdosis von Medikamenten oder man hat die Patienten schlichtweg verhungern lassen. Es ist einfach unglaublich und erschreckend wie durchstrukturiert und getaktet die Zeit von der Ankunft der Person bis hin zu ihrem qualvollen Tod war. Den Angehörigen wurde der Tod des Verwandten meist erst Wochen später berichtet, da man so Kosten für längere Zeit einfahren konnte. Ich finde es schlimm, dass hier aus dem Tod eines Menschen ein Geschäftsmodell gemacht wurde.

Und zusätzlich wurde den Verwandten noch vermittelt, dass sie den Tod ihres Angehörigen als eine Art Erlösung auffassen sollten. Dass jemand sich so etwas angemaßt hat, ist einfach erschreckend. Zum Schluss haben wir den Friedhof der “Heilanstalt“ besucht. Es war nicht untypisch, dass eine Heilanstalt einen Friedhof besaß, jedoch befand sich in Hadamar unter dem unscheinbaren Friedhof ein einziges Massengrab, in welchem Tausende Menschen begraben wurden. Wo früher der Friedhof war, befindet sich heute eine Gedenklandschaft mit einem Mahnmal, mit dem Spruch: „Mensch achte den Menschen“. Eine Frage, die uns dort gestellt wurde ist: „Könnte so etwas in der Art mit ähnlichen Ausmaß nochmals heutzutage geschehen?“. Wir konnten die Frage für uns nicht eindeutig beantworten.

Abschließend kann man sagen, dass der Besuch der Gedenkstätte Hadamar sehr aufschlussreich war und selbst wenn es vielfach sehr erschreckend und bedrängend war: Es ist gut Bescheid zu wissen und aufgeklärt zu werden, damit etwas so Grauenhaftes nicht noch einmal passiert.

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10.07.2018, Marie Herler (9b)

Unterstufenturnier ein voller Erfolg!

Schülervertretung (SV) organisiert mit den Sporthelfern das Unterstufenturnier 2018


Fußball und Völkerball – Den inhaltlichen Wünschen der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 folgte die SV gemeinsam mit den Sporthelfern bei der Planung des ersten Unterstufenturniers.

Alle Klassen der Jahrgangstufen 5 und 6 stellten jeweils ein Team für das Völkerball- und das Fußballturnier. Alle Beteiligten lieferten sich rasante Spiele und packende Begegnungen auf sportlich faire Weise.

Ein großer Dank gilt nicht nur den Sporthelfern für die sportliche Leitung, sondern auch Frau Mertens und Frau Kania als Lehrerinnen der Sporthelfer sowie auch Frau Krude als Unterstützung der Unterstufenkoordination.

Die SV hofft auf baldige Wiederholung im nächsten Schuljahr!
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09.07.2018, C. Prior – SV-Lehrer

Die Chem-pions vom AvH

Schüler des AvH erfolgreich beim Chemiewettbewerb

Wie „funktioniert“ eigentlich Hefe und kann man mit Hilfe von Hefe den Zuckergehalt von Kaugummis bestimmen? Das waren zwei der Fragen, die es bei Chem-pions, dem neuen Experimentalwettbewerb für die Klassen 5 bis 7, zu beantworten galt. Im Rahmen der MINT-AG führten Schüler aus den 7. Klassen dazu verschiedene Experimente durch und planten eigene Untersuchungen mit Kaugummi, Hefe, Zip-Beuteln und Spritzen.

Ein Schüler war dabei besonders erfolgreich: Benedikt Weiß aus der 7d erhielt für die Dokumentation seiner Experimente eine Vier-Sterne-Bewertung, die bestmögliche Urkunde! Herzlichen Glückwunsch!

Für alle Interessierten: Die neuen Aufgaben werden voraussichtlich im Herbst 2018 veröffentlicht.

05.07.2018, Dr. Andrea Schumacher für die MINT-AG

Die Freiheit der Kunst

Schokolade im Weltall, eine Pyramide am Strand, das Anzünden einer Flamme in Beton gegossen oder eine Landschaft in surrealen Farben: Häufig sind es ungewöhnliche Kombinationen oder Zwischenräume, die unsere Phantasie entzünden.

Diese Erfahrungen konnten die zahlreichen Besucher der Veranstaltung KUNST & KINO machen, die am 21.06.2018 in unserer Schule eröffnet wurde. Schülerinnen und Schüler verschiedener Oberstufenkurse veranschaulichten mit Ihren Bildern, Skulpturen und Collagen, wie gängige Denkmuster auf den Kopf gestellt werden, um neue Sichtweisen zu ermöglichen.

Die Filme des Projektkurses Filmkunst zeigten auf sehr hohem Niveau, wie sich Träume, Wünsche und Alltagserfahrungen verbinden und gegenseitig durchdringen. Wer bin ich? Wer will ich sein? Fragen, die vor diesem Horizont in einem neuen Licht erscheinen.

Wir freuen uns auf die Jubiläumsausgabe von KUNST & KINO im nächsten Jahr!

05.07.2018, Johannes Lotz und Steffen Meier (Kunstlehrer)