Differenzierung Klassen 9/10 Fach: Informatik/Mathematik
Diese Fächerkombination im Differenzierungsbereich wendet sich
an jene SchülerInnen, denen Mathematik Spaß macht und die eine
hohe Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit mathematischen
Sachverhalten mitbringen. Während im ersten Halbjahr der Umgang mit
Software (insb. mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel) im
Vordergrund steht, werden später anhand einer Programmiersprache
(z.B. Delphi) algorithmische Problemstellungen v.a.
aus der Mathematik bearbeitet (z.B. Näherungsverfahren zur
Wurzelbestimmung; in Klasse 10 aber auch kompliziertere Inhalte z.B.
aus der Kryptologie). Auch ist die Einführung in die Grundlagen der
Internetprogrammierung mittels HTML geplant. In 10/II ist die
Realisierung eines umfangreichen Softwareprojektes (z.B.
Bruchrechentrainer o.ä.) vorgesehen.
Computerkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, wohl aber die Inhalte
aus dem herkömmlichen Mathematikunterricht.
Differenzierungskurs: Mensch und Umwelt
Dieser Differenzierungskurs (dreistündig, über zwei Schuljahre laufend)
wird schwerpunktmäßig naturwissenschaftliche Methoden vermitteln
(v.a. Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten).
Dabei werden drei Themenbereiche: Luft, Wasser und Boden unter
verschiedensten Aspekten behandelt werden (natürliche und von
Menschen beeinflusste Zustände und Änderungen).
Ein Thema, welches in allen Teilbereichen angesprochen wird, ist
Energie. Dies wird eventuell im 2. Halbjahr der Stufe 10 noch vertieft
durch einen Physiklehrer, der dann 1/3 der Stunden übernehmen wird.
Mittelstufen-Differenzierung 2005
Das Gymnasium ist von seiner Sinnstellung her langfristig auf die Vorbereitung der
Studierfähigkeit der Schüler angelegt. Erst in den letzten Jahren sind, bedingt durch den
Numerus clausus in einigen Fächern und durch die Überlastung der Universitäten, aber auch
durch Arbeitsmarktaussichten für Akademiker, die Bedeutung der Berufswahlvorbereitung und
Berufswahlreife deutlich verstärkt worden. Hinzu kommen die Bestimmungen, dass nach
Abschluss der Sekundarstufe I im Gymnasium auch die Abschlüsse der anderen Schulformen
erteilt werden. Dabei wird z.B. der Abschluss, der dem Hauptschulabschluss gleicht, als
„vergleichbarer Hauptschulabschluss" definiert. Bei der „Fachoberschulreife" gibt es sowohl einen
Realschul- als auch einen gymnasialen Sekundarabschluss, abhängig von dem jeweiligen
Notenbild. Nur der „gymnasiale" Sekundarabschluss berechtigt zum Besuch der Sekundarstufe
II. Die Details dazu werden in einer weiteren Informationsveranstaltung im 9. Jahrgang bekannt
gegeben.
Mit der Einführung des Wahlpflichtbereichs II (Wahlpflichtbereich I war die Wahl der zweiten
Fremdsprache, also hier Französisch oder Latein, im 7. Jahrgang) soll den Schülern im Rahmen
der Möglichkeiten der Schule eine Schwerpunktsetzung ermöglicht werden, die den Neigungen
und Interessen der Schüler entspricht.
Für die sprachlich begabten Schüler wird damit das Angebot einer dritten Fremdsprache attraktiv,
für die anderen werden die Schwerpunktsetzungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen-
technischen, im gesellschafts-wissenschaftlichen, im künstlerischen oder auch im
schwerpunktübergreifenden Bereich angeboten werden.
Die dritte Fremdsprache soll in den
Jahrgangsstufen 9 und 10 mit ihren
grundlegenden Kenntnissen und Fertigkeiten
vermittelt werden. Insbesondere die
Sprachstrukturen und die Übertragbarkeit von
Regeln aus der ersten und zweiten
Fremdsprache sollen das Erlernen der dritten
Fremdsprache erleichtern. Sie wird in vier
Wochenstunden unterrichtet, während für die
anderen Angebote nur drei Wochenstunden
vorgesehen sind.
Bei den Schwerpunktangeboten handelt es sich
um abgestimmte Kombinationen von Fächern.
Sie sollen im Sinne der Profilbildung der Schule
dauerhaft erfolgen. Die schulinternen Lehrpläne
sind so auszulegen, dass ein
Zweijahresprogramm Grundlage der didaktischen
Entscheidung wird. Das hat zur Folge, dass die
Schüler in den Klassen 9 und 10 die Angebote
im WP II durchgehend belegen müssen. Eine
Umwahl kann nur in Ausnahmefällen im 1.
Halbjahr der 9. Klasse mit Genehmigung der
Schulleiterin erfolgen.
In den Fächern des WP II werden schriftliche Leistungsnachweise
(Klassenarbeiten) abverlangt. Im Schuljahr sind vier schriftliche Arbeiten zu
schreiben. In den Schwerpunktfächern kann pro Schuljahr eine schriftliche
Arbeit durch eine andere Form der schriftlichen Leistungsüberprüfung ersetzt
werden (z.B. als Facharbeit oder anforderungsbezogener Bericht).
Der Unterricht bei fächerübergreifenden Angeboten kann auch von zwei
Lehrkräften erteilt werden. Dabei muss die Note für das Zeugnis dann von
diesen beiden einvernehmlich festgesetzt werden, wobei Unterrichtsanteile
der Fächer und die vorliegenden Leistungsnachweise entsprechend zu
gewichten sind.
Die Zeugnisnote im WP II ist versetzungsrelevant bzw. hat Auswirkungen auf
die zu vergebenen Abschlüsse am Ende der Sekundarstufe I (s.o.).
Das Angebot von fünf Kursen für den zukünftigen 9.
Jahrgang deckt einen breiten Bereich der Interessen der
Schüler ab. Von diesen können aber maximal vier Kurse
eingerichtet werden.
Spanisch kann als dritte Fremdsprache im WP II Bereich
nicht angeboten werden, da z.Zt. kein Fachlehre/in die
dafür erforderliche Unterrichtsgenehmigung an unserer
Schule besitzt. Für interessierte Schüler wird daher
voraussichtlich eine Spanisch-AG angeboten. In der
Sekundarstufe II wird angestrebt, auch Spanisch als Kurs
anzubieten, wenn dafür dann die personellen
Voraussetzungen vorhanden sind.
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Neu im Kursangebot der Mittelstufendifferenzierung:
Erziehungswissenschaft
Das Fach Erziehungswissenschaft in der Sekundarstufe I legt seinen Schwerpunkt auf die soziale Handlungsorientierung. Zielrichtung ist die in den
Richtlinien der Sekundarstufe I geforderte Ausrichtung am Schüler. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht neben fachwissenschaftlichen Gegenständen
die eigene Lebenswelt des Schülers. Eigene Lern- und Handlungsprozesse können mit Hilfe von Erkenntnissen aus den Begleitwissenschaften - der
Psychologie, Soziologie, Philosophie, Geschichte, Religion und der Politik - analysiert, durchschaut und bewusst mitgesteuert werden.
Erziehungsprozesse, in die der Schüler auf vielfältige Weise eingebunden ist, sollen transparent gemacht werden und zu eigenverantwortlichem
Handeln befähigen. Neben dem Aufbau einer sozialen und kulturellen Kompetenz (z. B. Freizeitgestaltung, soziales Engagement) gehört die
Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit zu den Grundsäulen des Unterrichts. Sowohl biographisches als auch regionales Lernen
werden auf diese Weise gefördert. Hierin findet sich auch eine Abgrenzung des Faches zum Fach in der Sekundarstufe II, das bewusst den Einbezug
der Schülerlebenswirklichkeit zugunsten der Wissenschaftspropädeutik stark reduziert.
Als Differenzierungsangebot in der Sekundarstufe I leistet die Erziehungswissenschaft zu einem bedeutsamen Lebenszeitpunkt eine
wissenschaftspropädeutisch fundierte Förderung des eigenverantwortlichen Handelns, der Selbststeuerung und somit der Persönlichkeitsfindung,
ebenso wie die Entwicklung und Förderung von wichtigen Sozialkompetenzen.
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