Der Neubau der Aachener Architekten Heuer & Faust gilt als eines der
schönsten Schulgebäude in NRW. Das Herzstück der Schule - das
lichtdurchflutete Forum mit den Amphitheater-Treppenstufen und den lebenden
Bäumen - hat bereits in den vergangenen Jahren als Veranstaltungsraum große
Attraktivität gewonnen. Die Klassen- und Fachräume bekommen eine
hervorragende Ausstattung, natürlich nach den modernsten ökologischen
Ansprüchen. Holz, Stein und Kautschuk prägen die Inneneinrichtung des
Gebäudes. Im Außengelände wird die Nachbarschaft zum Seniorenstift
Beethoven in der Landschaft durch gemeinsame Biotope deutlich, damit wird
auch die Integration der Senioren in das Schulleben aufgenommen.
Die ausgezeichnete Einrichtung der naturwissenschaftlichen
Fachräume und der zwei Computerräume (je16 Arbeitsplätze)
ermöglichen eine Ausbildung mit naturwissenschaftlich - EDV-
gestütztem Unterricht. Für den selbstständigen Unterricht wird in
der Mediothek ein Selbstlernzentrum aufgebaut, wobei eine
ausgebildete Bibliothekarin die Einrichtung dieses Raumes
übernommen hat. Da das AvH-Gymnasium am Modellprojekt
„Selbstständige Schule" des Landes NRW teilnimmt, kann die
Schule eigene Wege hinsichtlich Personal- und
Sachmittelbewirtschaftung, Unterrichtsentwicklung und innerer
Organisation beschreiten. So ist auch die Beschäftigung von
nichtlehrendem Personal ein Vorteil des Modellprojekts.
Neben dem naturwissenschaftlichem
Schwerpunkt spielen im Schulleben Musik
(Instrumental- und Chor-AG) , Technik,
Kochen und Ernährung, Schach,
Schulgarten, Sport in vielfältiger
Ausführung, Archäologie, Tanz, Sanitäter-
AG etc. eine wichtige Rolle. Alle Schüler
und Schülerinnen werden von Anfang an mit
dem PC-Umgang vertraut gemacht, so
dass sie kontinuierlich die Benutzung des
PC's erlernen.
Die Sprachenfolge ist nach Englisch als 1. Fremdsprache Latein oder
Französisch, dann wird zukünftig eventuell Spanisch/Italienisch als 3.
Fremdsprache angeboten. Der Schüleraustausch ist zunächst mit Frankreich
mit Jouy-le-Moutier/Cergy (College Henri Guilleaumet) und London
(Fortismere-School, Tottenham) angelaufen. Kontakte bestehen bereits zur
Patenschule in Chile (Copiapo) und zur Partnerschule Albert-Schweitzer-
Gymnasium in Erfurt mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt
Die Schule ist von allen Orten in
Bornheim mit öffentlichen
Verkehrsmitteln erreichbar. Im
Sommer 2004 wurde an der
Adenauerallee eine zusätzliche
Haltestelle der Stadtbahnlinie 18
eingerichtet.
Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
Bornheim ist eine Schule im Aufbau, das
heißt sie existiert erst seit der Gründung im
Jahre 2000. 1999 wurde vom Rat der Stadt
Bornheim der Bau eines Gymnasiums
beschlossen. Im April 2000 übernimmt die
vom Rat gewählte Schulleiterin Frau Dr.
Brigitte Engelhardt den Aufbau dieser Schule.
Mit zwei Aktenordnern, in denen die
angemeldeten 90 Schüler und Schülerinnen
abgeheftet sind, bringt Frau Dr. Engelhardt in
einem Büro des Rathauses die Organisation
der Verwaltung, die Einstellung des
Lehrpersonals, die Anschaffung der Lehr- und
Lernmittel und den Einzug in das Provisorium
- Pavillons in Bornheim Waldorf - auf den
Weg. Nach dem Vorschlag der Schulleiterin
wird das Gymnasium nach dem Forscher
Alexander von Humboldt benannt, der durch
seine naturwissenschaftliche Karriere auch
dem Gymnasium seinen Stempel aufdrückt.
Am 14. August 2000 beginnt der Schulbetrieb in
Waldorf mit einer Einweihungsfeier, wobei Professor
Hanno Beck als der große Humboldt-Forscher der
Universität Bonn als Taufpate die Einweihungsrede
hält. Eine Besonderheit dieser Schule ist von Anfang
an ein Schulvertrag, in dem sich die Schüler und
Schülerinnen zu „Respekt, Toleranz und Ordnung
usw." verpflichten. Dieser wird im Rahmen einer Feier
von allen Schülern und Schülerinnen und der
Schulleiterin unterzeichnet.


Auf den ersten Spatenstich am 26. 1. 2001 folgt am
9. 11. 2001 das Richtfest zum Schulneubau in der
Adenauerallee gegenüber vom Rathaus. Am 2.
September zieht das Gymnasium mit ca. 200
Schülern und Schülerinnen in das neue Gebäude, das
aber noch lange nicht fertig ist. Baulärm und -dreck
begleiten die ersten Monate im Neubau, bis dann am
13. 12 2002 bei der großen Einweihungsfeier mit über
1000 Gästen die offizielle Schlüsselübergabe erfolgt.


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