Planspiel Vereinte Nationen

Wer kümmert sich eigentlich um Themen wie Frieden und Sicherheit oder die Bewältigung des Klimawandel? – Wir hören oder sehen täglich in den Nachrichten, was in der Welt passiert. Die Vereinten Nationen sind die wichtigste internationale Organisation, die sich die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, den Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit zum Ziel gesetzt hat.

Im zweitägigen Planspiel UN der Friedrich-Ebert-Stiftung durften alle Schülerinnen und Schüler der SoWi-Kurse der Q2 in die Rolle von Politikerinnen und Politikern unterschiedlicher Staaten dieser Welt schlüpfen und einen Gipfel der Vereinten Nationen gestalten und erleben.

Am 8. Januar startete das Planspiel in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. Durch das Planspiel begleiteten uns unsere SoWi-Lehrer Herr Schumacher und Herr Aretz sowie junge, politisch engagierte Referentinnen und Referenten von planpolitik Berlin im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung: Da wir mit ca. 80 Schülerinnen und Schülern nicht alle 193 Mitgliedstaaten vertreten konnten, übernahmen wir zunächst Rollen z.B. als Deligierte, UNO-Generalsekretäre und Pressevertreter und verschafften uns einen Überblick über die zu diskutierenden Themen. Außerdem übten wir uns im Argumentieren und Verhandeln und erarbeiteten Problemstellungen in Spezialausschüssen, um uns somit auf die bevorstehende Generalversammlung vorzubereiten.

Am zweiten Tag begannen dann die Verhandlungen. Acht Stunden lang führten wir hitzige Diskussionen, um dem Ziel einer ausschließlich im Konsens zu verabschiedenden Resolution näher zu kommen und diese in Artikeln festzuhalten. In der Realität können solche Verhandlungen Wochen dauern und auch wir merkten schnell, dass es gar nicht so leicht war, Einigung zu erzielen und Kompromisse zu schließen. Letztendlich war es uns nicht möglich, uns auf allen Ebenen zu einigen, jedoch gelang es uns immerhin – auch durch viele informelle Verhandlungen in der Kaffeepause – zwei Resolutionstexte mit Einstimmigkeit zu verabschieden und zu unterzeichnen.

Nach der Veranstaltung waren wir uns alle einig, dass wir nicht nur viel für unser Abitur mitnehmen und lernen konnten, sondern auch, dass es uns eine Menge Spaß bereitet hat, einmal den Alltag von Politikerinnen und Politikern nachzuempfinden. Dadurch gewannen wir größeres Interesse an der Politik und daran, diese aktiv mitzugestalten. Wer weiß…vielleicht wird der eine oder die andere von uns einmal am großen Tisch der UN sitzen und einen Beitrag zur Weltpolitik leisten.

Die beiden verabschiedeten Resolutionstexte können hier abgerufen werden.

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30.01.2020, Amelie Adamsky und Leonie Rockensüß (Q2 LK Sozialwissenschaften)