Schlagwort-Archive: Exkursionen

Bonobos, Lemuren & Co.

Vom opportunierbaren Daumen zum Modellstammbaum

Auf einer Exkursion in den Zoo Köln konnten die Schülerinnen und Schüler der Biologie-Leistungskurse in der Q2 die Evolution der Primaten an lebenden Exemplaren nachvollziehen. Angeleitet von Mitarbeitern der Zooschule beobachteten sie dafür einen ganzen Tag lang Tiere acht verschiedener Affenarten unter verschiedenen Kriterien. So konnten sie aus selbst gesammelten Daten zu Sinnesorganen, zu verschiedenen Aspekten des Körperbaus, zur Fortbewegung und zur Feinmotorik interessante Gemeinsamkeiten und Unterschiede ableiten, Evolutionstrends herausstellen und am Ende einen Modellstammbaum der untersuchten Affenarten nur auf Grundlage ihrer eigenen Beobachtungen aufstellen. Keine leichte Aufgabe, aber der gelungene Abschluss eines spannenden Tages!

28.01.2020, Theresa Lammert (Biologielehrerin)

AvH-Schüler/innen bei „Unplugged“

Sechstklässler experimentieren zum Thema Schall im Odysseum

Die traditionelle Physik-Jahrgangsstufenexkursion der 6. Klassen führte uns auch in diesem Jahr ins Odysseum. Neben der Erkundung des Hauses absolvierten alle Schüler die Physik-Workshow „Unplugged“. Neben anwendungspraktischen Tests unter dem Motto „Welche Frequenz muss mein Handyklingelton haben, damit ich ihn höre, aber meine Lehrer nicht?“ wurde viel Wissenswertes zum Thema Hören und Schall anhand unterschiedlicher Experimente erarbeitet. Karl aus der Klasse 6c meinte: „Das beste Experiment war das Fühlen eines Tones mit der Stimmgabel und mit einem riesengroßen Gong.“ Dagegen haben Johanna aus der 6c die Muster aus Sand und die tanzenden Flammen in einem mit Gas gefülltem Rohr, die jeweils durch Töne erzeugt wurden, am meisten fasziniert.

13.12.2019, Silke Hagemann, Fachvorsitz Physik

Unsere Abschlussfahrt: Fünf Tage lang Neapel, Sommer, Sonne und … Wanderungen!

Angefangen hat alles am Düsseldorfer Flughafen. Wir, 60 Schülerinnen und Schüler der Q2, standen alle mit müden Augen und Vorfreude auf das, was uns erwarten würde, an Gate 8.

Nach einem zweistündigen Flug und einer einstündigen Busfahrt rollten unsere Trolleys endlich über den Boden des Bungalow-Platzes, der für die nächsten fünf Tage als unsere Unterkunft diente. Der Platz war übersichtlich und einladend aufgebaut, mit kleinen Bungalows und tropischen Pflanzen rund um die Anlage. Ein einfaches Frühstück und ein ausgiebiges, abwechslungsreiches Abendessen wurde uns täglich in einer Kantine mit großen Gemeinschaftstischen angeboten. Die Kantine hatte einen Außenbereich, von dem aus man direkt auf die Poolanlage schauen konnte.

Nach dem Einrichten unserer Bungalows sind wir mit dem öffentlichen Straßenverkehr zum nächsten, nahegelegenen Ort Sorrent gefahren und haben uns mit der Umgebung vertraut gemacht. So ging der erste Tag recht schnell vorbei und wir alle begaben uns nach dem Abendessen in unsere Betten.

Am nächsten Morgen stiegen wir bereits um 08:30 Uhr in den Bus, der uns direkt in die historische Stadt Pompeij brachte. Dort führte uns ein Guide durch die Ausgrabungsstätte und verhalf uns, durch verschiedene Geschichten Pompeijs Vergangenheit zu verbildlichen. Eine anschließende Besichtigung des Vesuvs rundete den Tag als Highlight ab. Eigenständig wanderten wir einige Höhenmeter bis zum Krater des noch aktiven Vulkans, an dem uns überwältigende Ausblicke erwarteten. Hier wurde uns einiges über die Aktivität und die seismographische Überwachung des Vesuvs erklärt. Damit neigte sich ein weiter anstrengender, aber sehr spannender Tag dem Ende.

Zurück auf dem Bungalow-Platz stand uns jeden Abend nach dem gemeinsamen Essen Freizeit zu, in welcher wir in drei- oder mehrköpfigen Gruppen die Unterkunft verlassen durften. Als besonders beliebter Aufenthaltsort erwies sich der wenige Straßen entfernte Hafen.

Während wir am dritten Tag mit unseren Fahrkarten auf das Boot warteten, das uns direkt zur Insel Capri bringen würde, reflektierte das Wasser die ersten Sonnenstrahlen des noch sehr frühen Morgens auf unsere Gesichter. Wunderschöne Buchten und tiefes, dunkelblaues Wasser prägten die Aussicht rund um die Insel. Auf Capri angekommen, wanderten wir mehrere Kilometer durch enge Gassen, bestiegen sehr steile Treppen und durchquerten verwachsene Gehwege. Die pralle Hitze schien auf uns herab, aber die Schatten der Pflanzen und großen Bäume erleichterten uns unsere Aktivität. Sprachlosigkeit und Unmengen an Fotos folgten auf die atemberaubenden Ausblicke, die Capri zu bieten hat. Der Inselausflug endete am Strand. Dort hatten wird die Gelegenheit in kristallklarem, türkisfarbenem Wasser zu schwimmen und uns auf riesigen Felsen zu sonnen.

Den letzten Tag verbrachten wir in Neapel, wo wir eine Fotorallye basierend auf einer Stadtexkursion in gegeneinander antretenden Teams absolvierten. Hierbei haben wir eigenständig die Stadt erkunden dürfen und traditionelle Gerichte kosten können, während wir alles anhand von kreativen Bildern festhalten sollten.

Für den letzten Abend haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Nach dem Abendessen versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte am Hafen mit Getränken, Snacks, Musik und ganz viel guter Laune. Dort verbrachten wir einige Stunden und feierten die schöne Zeit, die wir in Neapel und auch all die Jahre zuvor als Stufe gemeinsam erlebt haben.

Am darauffolgenden Tag hieß es dann: Leb wohl Neapel! Arrivederci und Ciao! Wir packten unsere Koffer und verließen den Bungalow-Platz mit neuen Eindrücken, Erkenntnissen über Neapels geschichtlichen Hintergrund und unvergesslichen Erinnerungen an die letzte gemeinsame Studienfahrt.

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03.12.2019, Aylin Yorulmaz (Schülerin der Q2)

Ausstellung zum Gedenktag an die Reichspogromnacht in Bornheim

Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Shoa, dem Genozid an den europäischen Juden durch das NS-Regime, haben wir, der Geschichte-Zusatzkurs der Q2 unter der Leitung von Frau Dobmeier, Herrn Beck und Herrn Habermann, ein gemeinsames Projekt zu dem Thema Reichspogromnacht durchgeführt.

Dazu beschäftigten wir uns einen Monat lang mit der aus Bornheim stammenden, jüdischen Familie Koppel. Dabei recherchierten wir eigenständig in Gruppen über den Stammbaum, die Biographien und die Umstände, denen die Familie ausgesetzt war. Ziel dieses Projektes war eine Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus und Rassismus der NS-Zeit.

Unsere Ergebnisse haben wir anhand von Plakaten festgehalten, die wir anschließend bei einer Gedenkveranstaltung der Stadt Bornheim aus-stellen durften. Auf der Veranstaltung wurde durch Projekte verschiedener Schulen, christlicher Kirchengemeinden und durch Reden des Bürgermeisters und des Stadtarchivars Jens Löffler an die grausamen, antisemitischen Übergriffe, die sich 1938 auch in Bornheim ereigneten, erinnert.

Während der Unterrichtsreihe machten wir als Kurs zudem eine Exkursion, die unsere theoretische Arbeit unterstützen sollte. Gemeinsam besuchten wir den jüdischen Friedhof Bornheims und erkundeten die dort bestatteten Personen und ihre Grabsteine. Die praktische Vertiefung verlieh dem Thema eine andere Dimension, die uns Schülern zu einem besseren Verständnis von dem verhalf, was während der Zeit des Dritten Reichs in Deutschland geschah.

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28.11.2019, Aylin Yorulmaz (Schülerin der Q2)

Wie kommt der Zucker aus der Zuckerrübe?

Die Ernährungslehrekurse Jg. 8+9 auf Exkursion zur Grafschafter Krautfabrik

Normalerweise stellen wir uns im Ernährungslehrekurs die Frage, wie der Zucker in die Zuckerrübe kommt (Stichwort: Fotosynthese). Bei der Betriebsbesichtigung der Grafschafter Krautfabrik konnten wir hingegen erfahren, wie der Zucker aus der Zuckerrübe gewonnen und daraus u.a. der bekannte Goldsaft hergestellt wird. Mit allen Sinnen verfolgten wir den Weg der Zuckerrübe von der Anlieferung übers Waschen, Schnitzeln, Kochen, Eindampfen… bis zum Probieren des Rübenkrauts und anderen leckeren Brotaufstrichen bei einem reichhaltigen Frühstück.

Bilder der Exkursion

27.11.2019, Wiebke Rahn-Sander

Auftaktveranstaltung zur Humboldt-Festwoche am AvH

Forschungsreise „Alexander von Humboldt 2.0“ – Wie würde Humboldt die Welt heute entdecken?

Als eine von nur 15 Schulen bundesweit durften wir Schülerinnen und Schüler auf eine 4-tägige Forschungsreise nach Freiberg schicken und so wandelten einige AvH’ler von Mittwoch bis Samstag über- und untertage in praktischen Workshops, Vorträgen und Führungen auf den Spuren von Alexander von Humboldt.

Bis heute zählt Baron Alexander von Humboldt zu den bedeutendsten Absolventen der Freiberger alma mater. Zwei Jahre studierte er intensiv an der TU Bergakademie Freiberg „kleinere Fächer“ und arbeitete hauptsächlich untertage im Familienschacht, führte Vermessungen durch und unternahm u.a. diverse Pflanzenversuche untertage, die er bis ins Detail festhielt. Was ist eigentlich Markscheidewesen? Wie funktionieren Vermessungen untertage? Wie groß sind die Unterschiede von damals (1791) zu heute? Welche Messgeräte braucht man und wie dokumentiert man eigentlich die gewonnenen Daten? Dieses und vieles mehr erkundeten wir praktisch anhand von verschiedenen Aufgaben, die die Schülerinnen und Schüler in der Reichen Zeche sowohl über- als auch untertage mit Bravour meisterten!

Herrn Prof. Benndorf u Herrn Dr. Martienßen, die auf der MINT400 (dem größten Netzwerktreffen von MINT-EC.Schulen) dieses Jahr auch den Workshop „Geoscanning“ hielten, betreuten dabei unsere drei-dimensionalen Auswertungen am Rechner.

Neben einer Führung durch die Sammlung historischer Messgeräte und einer chemischen Einführung in die Geologie in der weltgrößten Mineralien-Ausstellung „terra mineralia“ im Freiberger Schloss Freudenstein, war ein weiteres Highlight die Campusführung der TU Freiberg: Wie sieht so eine Bergakademie aus? Wie sind die Räumlichkeiten der verschiedenen „Kleinen Fächer“? Wie die Ausstattung? Wie sieht so ein Studium in Freiberg aus? Wo wohnen die Studenten und wie schmeckt es in einer Mensa? „Kleine Fächer“, was ist das? Auf alles bekamen wir sehr detaillierte und positive Antworten. „Kleine Fächer“ sind Disziplinen wie Mineralogie und Geologie, Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie, Geophysik, Umformtechnik und Gießereitechnik, die Alexander von Humboldt und seine Denkweisen stark prägten und wir kennenlernen durften.

Durch verschiedene Uni-Mitarbeiter erhielten wir auch den jeweils praktischen Einblick in die diversen, aktuellen Forschungsprojekte. Sogar zwei Rennwagen der „formula student“, mit denen die Uni Freiberg seit Jahren weltweit in den obersten Rängen rangiert, bekamen wir zu Gesicht. Die Bedeutung und Herausforderungen des Bergbaus für die europäische Wirtschaft und für unseren modernen Lifestyle sowie die stetige technische Weiterentwicklung wurden uns neben den beruflichen Perspektiven deutlich und uns beeindruckte am meisten neben den vielen Produktionshallen die stets zukunftsorientierte, am Energiewandel geprägte Ausrichtung – immer mit dem Ziel der Nachhaltigkeit!

FAZIT der Schülerinnen und Schüler: „Jederzeit wieder und unbedingt empfehlenswert!“ Neben dem stufenübergreifenden Austausch, dem Erleben einer offenen, hübschen Stadt Freiberg war es eine eine unvergessliche, tolle Erfahrung mit oben genannten Highlights: dem Unterschied der Vermessungen früher und heute, dem Erleben der Arbeitswelt untertage und dem Kennenlernen einer kleinen Uni mit bisher unbekannten Studiengängen und vielen persönlichen Kontakten! Herzlichen Dank an die sehr engagierten Mitarbeiter der Bergakademie Freiberg!

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12.09.2019, Caroline Daamen (MINT-Koordinatorin) mit Jasmin, Klara, Marie, Mischa, Sven und Tilman

>>Junge Forscher international<<

MINT-Schüleraustausch mit der Fachoberschule Marie Curie Meran

Längere Ladezeit möglich – Das Warten lohnt sich jedoch!

Anfang des Jahres hatten wir beim Besuch in Südtirol einen spannenden Kriminalfall zu lösen. Im Gegenbesuch standen wir nun alle zusammen vor der Aufgabe, eine Wissenssendung für Kinder zu drehen. Die gemeinsame Zeit und die Zusammenarbeit in der Gruppe ist etwas Besonderes und sei allen Interessierten aus der jetzigen Q1 für 2020 wärmstens ans Herz gelegt.

10.09.2019, Gregor von Borstel, Andrea Schumacher – Projektverantwortliche

Besuch der Gedenkstätte Hadamar

Erinnerung an Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen

Am 03.07.2019 haben wir, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9c, die Euthanasie-Gedenkstätte in Hadamar besucht. Begleitet von Frau Rami, Frau Grommes und Herrn Beck erlebten wir einen eindrücklichen Tag:

Wir, die Klasse 9c, wurden von einer studierten Historikerin zunächst in Kleingruppen in die Ausstellung geführt. Dort werden die NS-Euthanasie-Verbrechen in der Heilanstalt Hadamar von 1941-1945 anhand von Einzelschicksalen, dem Blick auf Täterinnen und Täter sowie auf die Vorgeschichte thematisiert. Wir besichtigten ebenso die ehemalige T4-„Busgarage“, in der bis zu drei sogenannten „grauen Busse“ mit den Opfern der T4-Aktion parken konnten. Von der Garage wurden die Opfer dann ungesehen von der Öffentlichkeit direkt in die Tötungsanstalt geführt. Nach einer kleinen Pause gingen wir in den Keller. Dort konnten wir in beengenden Räumen die ehemalige Gaskammer, in der 15.000 Menschen vergast wurden, und den Ort der Krematoriums-Öfen sehen.

Der Tag in Hadamar wurde vom Förderverein finanziell unterstützt und war für uns sehr eindrücklich und informativ!

Anna Engels und Nina Heck (ehemals Klasse 9c) 

EF-Fahrt nach Paris

Unsere zwei Französischkurse sind vom 08.07.2019 bis zum 11.07.2019 zusammen nach Paris gereist. In vier sonnigen Tagen haben wir Vieles erlebt: vom Shoppen und Sightseeing bis zum Krankenhausbesuch und Verbrecherjagd. Dabei haben wir den Louvre besucht, den Eifelturm und den Arc de Triomphe bestiegen, sind über die Seine in den Sonnenuntergang gefahren, die Champs-Elysées entlang spaziert,haben die vielen Treppenstufen zu Sacre Coeur gemeistert, die Tiefen der Catacomben entdeckt und in einigen Pariser Jardins entspannt und gepicknickt.

Mit unserer kleinen Gruppe von 14 Leuten war es sehr angenehm zusammen zu reisen und die Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Besonders gefallen hat uns allen die Schifffahrt über die Seine und das Erklimmen des Eifelturms. Außerdem hatten wir großes Glück mit dem Wetter, denn es schien dauerhaft bei angenehmen 25 Grad die Sonne.

Untergebracht waren wir in der Jugendherberge „Mije“ mitten im schönen jüdischen Viertel von Paris. Wir werden diese Fahrt alle in toller Erinnerung behalten und danken auch unseren zwei Lehrerrinnen, die mit uns einen abenteuerlichen Fang gemacht haben.

Salut!

15.07.2019, Lena Schürmann, EF