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Besuch der Gedenkstätte Hadamar

Erinnerung an Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen

Am 03.07.2019 haben wir, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9c, die Euthanasie-Gedenkstätte in Hadamar besucht. Begleitet von Frau Rami, Frau Grommes und Herrn Beck erlebten wir einen eindrücklichen Tag:

Wir, die Klasse 9c, wurden von einer studierten Historikerin zunächst in Kleingruppen in die Ausstellung geführt. Dort werden die NS-Euthanasie-Verbrechen in der Heilanstalt Hadamar von 1941-1945 anhand von Einzelschicksalen, dem Blick auf Täterinnen und Täter sowie auf die Vorgeschichte thematisiert. Wir besichtigten ebenso die ehemalige T4-„Busgarage“, in der bis zu drei sogenannten „grauen Busse“ mit den Opfern der T4-Aktion parken konnten. Von der Garage wurden die Opfer dann ungesehen von der Öffentlichkeit direkt in die Tötungsanstalt geführt. Nach einer kleinen Pause gingen wir in den Keller. Dort konnten wir in beengenden Räumen die ehemalige Gaskammer, in der 15.000 Menschen vergast wurden, und den Ort der Krematoriums-Öfen sehen.

Der Tag in Hadamar wurde vom Förderverein finanziell unterstützt und war für uns sehr eindrücklich und informativ!

Anna Engels und Nina Heck (ehemals Klasse 9c) 

Sommerabschlussgottesdienst in St. Sebastian

Wasser als Quelle des Lebens

Zum gemeinsamen Gottesdienst zum Schuljahresende trafen sich viele Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer am Mittwochmorgen in der 1. Stunde in der Kirche St. Sebastian Roisdorf.

Unter der Leitung von Frau Günnigmann hatte sich die 6c im Vorfeld viele Gedanken zum Thema „Wasser als Quelle des Lebens“ gemacht. Der evangelische Religionskurs aus der 9. Klasse von Frau Rami steuerte eine ansprechende Liederauswahl bei und so konnten alle Mitfeiernden mit Frau John-Krupp und Herrn Katernberg besinnlich auf das letzte Schuljahr zurückblicken.

Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des neuen Schulkreuzes, welches unter der Leitung von Frau Grommes von vielen unterschiedlichen Klassen und Kursen gemeinsam gestaltet wurde.
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13.07.2019, M. Günnigmann

Tage der religiösen Orientierung 2019

Am 25.02.2019 fuhren 27 Schülerinnen und Schüler aus den Stufen EF und Q1 in Begleitung von Herrn Horne und Frau Grommes für drei Tage nach Vallendar. Dabei hatten wir das Ziel, uns im Rahmen der Tage der religiösen Orientierung mit unserem Leben und uns selbst auseinander zu setzen. Dazu erhielten wir einige Aufgaben, die sehr interessant waren und immer viel Spaß bereiteten.

Am Montag ging es nach der vierten Stunde los; wir trafen uns im Forum und fuhren daraufhin samt unserem Gepäck mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Vallendar. Dort angekommen begrüßten uns die Sonne und ein wolkenloser Himmel. Unser Gepäck wurde von einem Mitarbeiter aus der Jugendherberge, in der wir untergebracht waren, abgeholt und wir machten uns auf den Weg, um zu Fuß zum „Jugendzentrum Marienberg“ zu gelangen. Nach einem kurzen Stopp beim Rewe folgten wir den Gassen eines hübschen Städtchens, wobei es stetig bergauf ging. Die Klagen wurden laut, als wir ein gutes Stück den doch recht steilen Marienberges hinaufsteigen mussten, doch jeder biss die Zähne zusammen und kam zwar außer Atem, aber unversehrt oben an.

Unser Gepäck wartete bereits auf uns und nach einer kurzen Zimmeraufteilung, konnten wir unser Zimmer beziehen. Da wir zurzeit die einzigen Gäste im Haus waren, konnten wir uns schön ausbreiten.

Wir erhielten viel Zeit, um das Gebäude oder die ländliche Umgebung zu erkunden oder Tischtennis zu spielen oder einfach sich in den Zimmern auszuruhen. Danach trafen wir uns alle im sog. „Großen Saal“ und spielten einige Kennenlernspiele. Dabei sollten wir unsere Handys bei Seite legen, was uns aber nicht viel ausmachte, da es nicht langweilig wurde.

Nach den Kennenlernspielen, wurden wir mit der Aufgabe, unseren eigenen Lebensweg kreativ darzustellen, weggeschickt. Frau Grommes hatte dazu etliche Zeitschriften und Magazine gesammelt, sowie Stifte und Papier besorgt. Wir fanden uns in kleinen Gruppen zusammen, suchten uns einen ruhigen Ort und machten uns an die Arbeit.

Bis 18h arbeiteten wir an den Plakaten. Dann gab es Abendessen und wir fanden uns im Essensraum zusammen. Es gab Reis mit Erbsen und Soße und Brot mit Aufschnitt. Es waren nicht viele begeistert von dem Essen, doch ich fand es zufriedenstellend.

Nach dem Abendessen erhielten wir erneut Zeit, bis wir uns schließlich nach einer Stunde wieder trafen. Jeder stellte sein Plakat vor und es war interessant zu sehen, in wie vielen Punkten sich die Lebenswege ähnelten und in welchen sie sich unterschieden. Auf unsere Bitten hin erzählten auch Herr Horne und Frau Grommes von ihrem Lebensweg und wir erfuhren mehr über unsere Lehrer.

Wir beendeten das Programm des Montags mit einem Treffen in einem Raum, der dazu gedacht war, in sich zu kehren und zur Ruhe zu kommen. Es war angenehm nach dem turbulenten Tag still und ruhig zu werden.

Den Rest des Abends hatten wir frei und viele trafen sich im sog. „Ratskeller“, in dem wir Karten spielten und Musik hörten. So ging der erste Tag zu Ende.

Am Dienstag gab es um 8.30h Frühstück. Danach hatten wir den Vormittag Programm, das wie folgt aussah:

Zunächst gab es ein sog. „Warming Up“. Wir alle fanden es merkwürdig, als Herr Horne uns eröffnete, wir würden die „Reise nach Jerusalem“ spielen, doch da wir es mit einer Abwandlung spielten, machte es allen Spaß. Auch die zwei Spiele danach, die erstmal sonderbar klangen, machten am Ende großen Spaß.

Nach dem „Warming Up“ wurden wir wieder weggeschickt, um einen Kurzfilm mit dem Titel „Das Leben in einer Kiste“ auf YouTube anzuschauen. Danach sprachen wir über den Film und klärten die Bedeutung. Daraufhin wurden wir in Gruppen eingeteilt und beauftragt, das Thema des Filmes in die heutige Realität umzuwandeln und dann ebenfalls zu filmen. Viele Gruppen hatte kreative Ideen und steckten viel Arbeit in das Projekt, sodass es am Ende sehr gut wurde.

Nach dem Programm gab es Mittagessen – dieses Mal um einiges besser als das erste Abendessen – und wir erhielten mehrere Stunden Freizeit. Manche gingen hinunter in die Stadt, manche spielten Tischtennis oder hielten sich auf ihren Zimmern auf, andere gingen raus und genossen das schöne Wetter und die warmen Temperaturen.

Am Nachmittag hatten wir wieder Programm und hörten eine kleine Geschichte. Dazu sollten wir dann ein Blatt mit den Dingen beschriften, die in unserem Leben sehr wichtig sind. Was ich sehr gut fand, war, dass man diese Dinge nicht im großen Kreis besprach, sondern nur mit engen Freunden, da vieles auch privat davon war.

Nach dieser Aufgabe erhielten wir die – wie ich finde spannendste – Aufgabe:

Wir sollten unsere Handys und unsere Uhren auf einen Tisch legen, dann wurden wir einzeln losgeschickt und sollten so lange draußen herumlaufen, bis wir dachten, dass eine Stunde rum war. Der Sinn der Sache war, eine Stunde lang alleine für sich zu sein, mit niemanden zu reden und ein bisschen sich selbst zu entdecken. Erstaunlicherweise schafften es die meisten relativ pünktlich zu kommen, doch ein Mädchen blieb fast zwei Stunden weg und verpasste fast das Abendessen.

Nach dem Abendessen sollten wir wieder zur Ruhe kommen, nur setzten wir uns dieses Mal nach draußen an eine offene Feuerstelle. Obwohl es etwas kalt war, war es schön, zumal man einen weiten Ausblick hatte und, da es dunkel war, die vielen Lichter der Stadt sehen konnte.

Nachdem wir zur Ruhe gekommen waren, gab es den sog. „Bunten Abend“. Dort wurden wir in zwei Hälften geteilt. Dann gab es Fragen oder Aufgaben nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden sortiert. Der gewählte Sprecher des Teams sollte dann den Schwierigkeitsgrad auswählen, zu dem man die Aufgabe oder Frage erhielt. Meistens traten dann beide Teams gegeneinander an und kämpften um die Punktzahl. Die Aufgaben forderten meistens Teamarbeit und machten viel Spaß. Besonders lustig fand ich es, als wir uns einen Tanz ausdenken mussten, oder wir eine Person mit so vielen Klamotten anziehen mussten, wie man in drei Minuten schaffte. Der Sieger am Ende des Abends erhielt eine große Tafel Milka Schokolade.

Nach dem „Bunten Abend“ fand man sich wieder im Ratskeller zusammen und verbrachte den zweiten und letzten Abend zusammen.

Am Mittwoch brach der letzte Tag unserer Reise an und nach dem Frühstück sollten wir die Zimmer räumen. Nach einiger Freizeit hatten wir unseren letzten Vormittag Programm:

Wir sollten uns vorstellen, dass es 2040 ein Nachtreffen der Fahrt gäbe und dafür sollten wir Fakten über uns rausschreiben, wie unser Leben bis dahin verlaufen ist. Es war wieder interessant zu sehen, was die anderen für Träume und Wünsche für die Zukunft hatten, auch wenn manche ziemlich unrealistisch klangen. Auch Herr Horne und Frau Grommes machten mit, wobei wir wieder mehr über unsere Lehrer erfuhren.

Nachdem sollten wir noch ein kurzes Feedback geben, wie wir die Fahrt fanden, was auch sehr positiv ausfiel.

Nach einiger Zeit, in der wir frei hatten und Mittag gegessen haben, mussten wir dann unsere Koffer wegbringen, damit diese nach unten gefahren werden konnten. Schließlich traten wir dann den Heimweg an, was bergab deutlich angenehmer war, und liefen zur Bahnhaltestelle. Man merkte vielen die Erschöpfung an, doch alle schienen glücklich. Somit gingen unsere Tage der Orientierung in Vallendar zu Ende.

Insgesamt fand ich die Fahrt sehr schön. Da man in der EF und Q1 viel Energie und Zeit in Schule stecken muss, war es sehr erholsam, drei Tage lang keinen Unterricht zu haben und keine Hausaufgaben machen zu müssen. Des Weiteren fand ich die Programmpunkte sehr ansprechend und auch interessant, da man sonst vielleicht nicht über sein Leben und sich selbst nachgedacht hätte. Auch die Jugendherberge war schön, sauber und das Essen gut. Alles in allem kann ich also jedem empfehlen, an den Tagen der Orientierung teilzunehmen. Es lohnt sich in jedem Fall.

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13.03.2019, Katharina Menkel (Schülerin der EF)

Ausflug der Jahrgangsstufe 9 zur Gedenkstätte Hadamar

„Mensch, achte den Menschen“

Am 28. Juni haben wir, die Jahrgangsstufe 9, die Gedenkstätte Hadamar besucht. Hadamar war von 1941-1945 Teil des Euthanasie-Programms T4.
Die ersten Eindrücke waren anders als erwartet. Man ist davon ausgegangen, dass das Gebäude, in denen vor mehr als 70 Jahren mehrere Tausend Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordet wurden, eine bedrohliche Wirkung auf einen ausübt, jedoch wirkte es, zu heutiger Zeit, weder unfreundlich noch bedrohlich von außen.

Wir bekamen erste Eindrücke in die Idealbilder der Nationalsozialisten, die die Erklärung ihres Tuns sein könnten. Anschließend haben wir die Busgarage besucht, die für viele aussah wie eine Scheune. In dieser Busgarage kamen mehrmals täglich Busse mit bis zu 50 Menschen an. Diese wurden von dort direkt in das Hauptgebäude gebracht. Dies geschah mit Hilfe eines hölzernen Durchganges, der es den Leuten nicht ermöglichte irgendetwas von ihrer Umgebung wahrzunehmen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Menschen ohne Angst und Verwirrung durch die Durchgänge getrieben wurden. Als diese im Hauptgebäude angekommen waren, sollte es möglichst wie bei jeder anderen Heilanstalt ablaufen. Also untersuchte man die Patienten und zog ihnen die Klamotten aus. Zusätzlich markierte man diejenigen, denen man entweder nach ihrem Tod die Goldzähne rausschlug, oder denen das Gehirn für Forschungszwecke entnommen werden sollte. Dieses systematische Vorgehen ist einfach nur erschreckend und unmenschlich, da es sich hier um einen Menschen, ein Lebewesen und nicht um einen wertvollen oder wertlosen Gegenstand handelt. Anschließend wurden die Menschen immer noch am gleichen Tag mehr oder weniger freiwillig (das ist heute immer noch nicht sicher) zum Duschen aufgefordert und wurden dafür in die Gaskammer geführt. Es war komisch auf den gleichen Fliesen zu laufen, die vor gerade erst einmal ungefähr 70 Jahren Tausende Menschen kurz vor ihrem Tod überquert haben. In dem Keller war es eng und stickig, man war gleichzeitig interessiert und gespannt, aber auch froh zu wissen, dass man gleich wieder oben das Tageslicht erblicken würde. Die Gaskammer, in der bis zu 50 Leute auf einmal vergast wurden, war winzig und von beiden Seiten mit Türen verriegelt. Im Nebenraum, so zeigte man uns, stand die Maschine, die durch Aufdrehen des Gashahns Kohlenmonoxid in den Raum pumpte: Dieser Raum war mit einem Fenster mit dem “Duschraum“ verbunden. Somit konnte der zuständige Arzt, der den Hahn aufdrehte, zusehen wie die Menschen starben und meist nach einer guten halben Stunde wurden die Menschen entweder in den benachbarten Sektionsraum gebracht oder zu den Einäscherungsöfen geschleift. Damit dies nicht so anstrengend wurde, wurde auf dem Boden eine Art Rutschspur angelegt, damit man die Leichen einfach zum Krematorium schleifen konnte. Diese Aktion demonstriert nochmals wie menschenverachtend mit den Körpern umgegangen wurde.

Nach diesem Prinzip wurde jeden Tag für 8 Monate vorgegangen, und es wurden über 10.000 Menschen ermordet, die Aschewolken hat man jeden Tag gesehen. Dies wurde anschließend abrupt für ein Jahr eingestellt. Doch 1942 bis Kriegsende wurde weiter nur nicht so auffällig gemordet, mit Mitteln wie Vergiftung, einer Überdosis von Medikamenten oder man hat die Patienten schlichtweg verhungern lassen. Es ist einfach unglaublich und erschreckend wie durchstrukturiert und getaktet die Zeit von der Ankunft der Person bis hin zu ihrem qualvollen Tod war. Den Angehörigen wurde der Tod des Verwandten meist erst Wochen später berichtet, da man so Kosten für längere Zeit einfahren konnte. Ich finde es schlimm, dass hier aus dem Tod eines Menschen ein Geschäftsmodell gemacht wurde.

Und zusätzlich wurde den Verwandten noch vermittelt, dass sie den Tod ihres Angehörigen als eine Art Erlösung auffassen sollten. Dass jemand sich so etwas angemaßt hat, ist einfach erschreckend. Zum Schluss haben wir den Friedhof der “Heilanstalt“ besucht. Es war nicht untypisch, dass eine Heilanstalt einen Friedhof besaß, jedoch befand sich in Hadamar unter dem unscheinbaren Friedhof ein einziges Massengrab, in welchem Tausende Menschen begraben wurden. Wo früher der Friedhof war, befindet sich heute eine Gedenklandschaft mit einem Mahnmal, mit dem Spruch: „Mensch achte den Menschen“. Eine Frage, die uns dort gestellt wurde ist: „Könnte so etwas in der Art mit ähnlichen Ausmaß nochmals heutzutage geschehen?“. Wir konnten die Frage für uns nicht eindeutig beantworten.

Abschließend kann man sagen, dass der Besuch der Gedenkstätte Hadamar sehr aufschlussreich war und selbst wenn es vielfach sehr erschreckend und bedrängend war: Es ist gut Bescheid zu wissen und aufgeklärt zu werden, damit etwas so Grauenhaftes nicht noch einmal passiert.

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10.07.2018, Marie Herler (9b)

Wer bin ich und wo will ich hin?

Tage der religiösen Orientierung in Vallendar
Im Zeitraum vom 05.02.-07.02.2018 waren wir, Schülerinnen und Schüler der EF und Q1, mit Frau Günnigmann und Herrn Horne auf den Tagen der religiösen Orientierung. Wir waren in Vallendar im Haus Sonnenau, welches von Nonnen geleitet wird. Dort haben wir uns mit den Themen Liebe, Partnerschaft/Beziehungen und unserer Zukunft auseinandergesetzt. Dabei war besonders unsere Kreativität gefragt. Mit vielen Gedanken, die sich mit unserem weiteren Lebensweg beschäftigten, haben wir drei nachdenkliche, schöne und erfahrungsbereichernde Tage verbracht. Dabei ist sicher jeder in seiner Selbst-Suche ein Stück näher gekommen.

 

24.02.2018, Giulia Lenz (Schülerin der EF)

Der AvH-Weihnachtsbaum 2017 wächst weiter

Er erstrahlt auch in dieser Woche in vollem Glanz: Der Weihnachtsbaum des AvH.

Hintergrund: In diesem Jahr haben wir einen besonders prachtvollen ‚Baum‘ ausgewählt. Er nadelt nicht, sondern wächst sogar von Tag zu Tag ein bisschen weiter.

Wie dies funktionieren kann? Alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sind durch die Adventszeit hindurch herzlich eingeladen, eine Weihnachtsbaumkugel für unseren besonderen Weihnachtsbaum mitzubringen. Jeden Tag können wir uns nun an seinem warmen Licht erfreuen und dabei zusehen wie er, geschmückt durch all die verschiedensten Kugeln unserer Schülerinnen und Schüler, immer prächtiger wird. Ähnlich der Adventszeit findet der Baum seinen größten Glanz in den Weihnachtstagen: wenn Vorfreude zu Freude wird.

Wir freuen uns darauf, am Freitag in der 5. und 6. Stunde im Glanz des Weihnachtsbaums mit allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, den Sekretärinnen, den Mitarbeiterinnen der Mediothek und unseren Hausmeistern den Weihnachtsgottesdienst im Forum zu feiern.

20.12.2017, Christina Brügge und Marina Günnigmann (Fachschaft Katholische Religionlehre)

„Dem Leben eine Richtung geben…“

Die Tage der religiösen Orientierung (20.02.-22.02.2017) in Vallendar

Auch in diesem Jahr fuhren wieder 22 Schüler mit Frau Brügge und Herrn Horne auf die Tage der religiösen Orientierung nach Vallendar. Nach ungefähr zwei Stunden Zugfahrt und Fußweg, erreichten wir das Jugendzentrum Marienberg und begannen mit einer kleinen Kennenlernrunde und der Zimmerverteilung. Zuerst beschäftigten wir uns mit dem Thema „Eigentlich bin ich ganz anders“, indem wir eine Werteversteigerung simulierten und die für uns wichtigsten Werte ersteigerten. Außerdem erstellte jeder seine eigene Lebenslinie und stellte diese der Gruppe vor.

Dabei kam sich die Gruppe sehr viel näher, denn wir teilten sehr persönliche Erlebnisse miteinander. Anschließend beendeten wir das Programm mit einem gemeinsamen Abendimpuls und einem gemütlichen Beisammensein.

Am zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück mit dem dritten Thema: „Carpe Diem“. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Kaffeepause sollte jeder für eine Stunde, ohne Handy und Uhr, draußen einen Abendspaziergang machen und selbst eine Stunde abschätzen. Dies war eine besondere Erfahrung, denn dadurch erhielt man eine kleine Abwechslung zum normalen Alltag  und Zeit, um nachzudenken. Außerdem bemerkten wir, dass es gar nicht so leicht ist, eine Stunde selbst einzuschätzen. Am Ende des Abends spielten wir noch gemeinsam ein Spiel, in welchem die Mädchen gegen die Jungs antraten, und ließen so den letzten Abend lustig und entspannt ausklingen.

Am Tag der Abreise räumten wir unsere Zimmer und beendeten mit einer Reflexsionsrunde. Die Tage der religiösen Orientierung sind eine wirklich schöne Erfahrung, die die Schüler der EF und Q1 unter anderem zusammenschweißt, und wir merkten, wie schön es sein kann, sich einfach mal mit sich selbst zu beschäftigen. Wir freuen uns nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei zu sein.

Giulia Tönges, Luna Kayser (Schülerinnen, EF)

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„Schuhe fasten“

Eine Schuh-Sammelaktion am AvH

Die beiden katholischen Religionskurse von Frau Brügge und Frau Günnigmann in den 5. Klassen organisieren eine Spendenaktion zur Fastenzeit. Der Erlös der gespendeten Schuhe geht an Shangilia e.V., einen Verein, der sich um ein Kinderheim in Nairobi kümmert. Für Shangilia hat das AvH schon häufiger Spenden gesammelt und das Kinderheim somit unterstützt.

 

 

 

 

 

Die Aktion geht bis zu den Osterferien, so lange können noch Schuhe in die große Kiste am Lehrerzimmer abgegeben werden. Die Schuhe dürfen für jedes Alter und in jeder Größe, aber nicht kaputt sein. Auch die Kindertagesstätte Botania in Bonn unterstützt unsere Aktion und sammelt mit.

Wir freuen uns über viele weitere Schuhe und noch mehr Unterstützung!

Lukas Lamberty (Klasse 5d)

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Pilgern: Beten mit den Füßen

Ein Selbstversuch katholischer Schülerinnen und Schüler der Q1

Ein warmer, sonniger Morgen. Die Wanderausrüstung ist gepackt. Das Ziel: Sankt Sebastian in Roisdorf. Wie jedes Jahr fand auch diesmal am Donnerstag der letzten Schulwoche vor den Sommerferien unser Abschlussgottesdienst statt. Für uns, den Religionskurs aus der Q1, endete der Gottesdienst nicht mit dem Schlusslied. Stattdessen baten uns die Pfarrer zum Altar. Im Kreis aufgestellt, segneten sie uns mit dem Pilgersegen, der uns bei unserer Reise den Schutz Gottes spenden sollte.

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Zusammen mit unserer Religionslehrerin Frau Hansen und dem Referendar Herrn Erlemeier traten wir nun erwartungsvoll unseren Marsch an. Beten mit den Füßen?  Welche Erfahrungen würden wir wohl sammeln? Wird es uns helfen, den stressigen Alltag zu vergessen? Spüren wir vielleicht sogar deutlich Gottes Stärke, die uns mit auf den Weg gegeben wurde?

Startpunkt unserer Pilgerung war das Bonner Münster, zu dem wir mit der Bahn gelangten.

Von dort aus traten wir eine kleine Etappe des Jakobswegs an, der uns teilweise durch die Innenstadt Bonns führte, aber auch über ruhig gelegene Feldwege, die es ermöglichten, sich auf seine Gedankenwelt zu konzentrieren. Anfangs unterhielten wir uns angeregt mit unseren Freunden. Doch je länger wir pilgerten, desto mehr kehrten wir in uns und begannen, die Ruhe und geistige Auszeit zu genießen.

Als Ziel unserer Tour setzten wir uns das Erreichen der römisch-katholischen Pfarrkirche Sankt Jakobus in Gielsdorf, an der wir wie geplant am frühen Mittag ankamen. Erschöpft von der Wanderung, aber auch zufrieden und in Gedanken versunken, machten wir Rast. Währenddessen erläuterte Frau Hansen einige Details über die alte Kirche, die schon seit hunderten von Jahren Pilgern Herberge bietet.

Als wir nach unserem Ausflug nachmittags nach Hause kamen, ließen wir den Tag Revue passieren und kamen alle zu dem Schluss, dass es eine spannende Erfahrung war, die wir keinesfalls missen wollen. Trotz anfänglicher Skepsis, ob das Pilgern den Zweck erfüllt, Abstand von Alltagsproblemen zu gewinnen und sich Gott anzunähern, gestanden sich auch die Zweifler ein, dass es ein entspannender Ausgleich zum Schulalltag war. Besonders das Gefühl, zu einer  Gemeinschaft zu gehören, mit der man gemeinsam pilgert, wurde positiv hervorgehoben. So berichtete ein Schüler unseres Religionskurses: „Es war eine schöne Erfahrung mit dem Kurs, durch die wir die Mitschüler, die Lehrerin und auch die Umgebung um Bornheim näher kennenlernen konnten.“.

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Isabelle Kunze, Q1

Besuch der Euthanasie-Gedenkstätte Hadamar

Exkursion der 9ten Klassen nach Hadamar

Am 21. Juni haben wir, die Klassen 9A und 9B,  die Gedänkstätte in Hadamar nahe Limburg  besucht. Die 9C und 9D waren am Folgetag ebenfalls an dem historischen Lernort. In der damaligen Tötungsanstalt wurden rund 14.500 Menschen mit Behinderungen und psychischen Störungen sowie später auch Zwangsarbeiter ermordet.

Nach der Ankunft haben wir uns erstmal in einen Seminarraum versammelt. Dort wurden wir  mit einer Frau bekannt gemacht, die uns durch die Gedenkstätte geführt hat. Nach kurzer geschichtlicher Aufklärung und der Vermittlung wichtiger Informationen haben wir mit der Führung begonnen. Zunächst haben wir uns die Busgarage angeschaut. Hier  wurden damals die als „erbkrank“ und „unheilbar“ eingestuften Menschen aus den Bussen gelassen und dann durch eine Schleuse in das Hauptgebäude geführt. Wir folgten ihrem Weg in das Hauptgebäude. In diesem haben wir uns dann die letzten Räume angeschaut, in denen die Behinderten vor der Vergasung waren. Dann ging es in den Keller. In diesem befanden sich die Gaskammer und ein Sezierraum sowie der Ort, an dem damals zwei Verbrennungsöfen standen. Wir erfuhren dort viel über den Ablauf der Tötung der wehrlosen Patienten vor Ort und konnten in dem alten Keller die Enge und Beklemmung spüren. Nach weiteren Informationen über die Vernichtung haben wir uns zum Schluss zu den Massengräbern oberhalb der Pflegeanstalt begeben, wo ca. 5.000 Menschen, die nach Beendigung der Vergasungen im August 1942 noch in Hadamar getötet worden waren, begraben wurden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass alles sehr bedrückend war und man vor Ort eine ganz andere Sicht auf die grausamen Verbrechen der Nationalsozialisten bekommen hat.

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Levent Ölmez (Schüler, Klasse 9b)