Schlagwort-Archive: Sozialwissenschaften

Europapolitik hautnah

Am 19.06.2018 haben wir, die Klasse 9d, in Verbindung mit unserer Abschlussfahrt das Europäische Parlament in Straßburg besucht. Bereits von außen – als wir unter den Fahnenmasten der (noch) 28 Mitgliedländer der EU auf unsere Führung warteten – machten die Dimensionen der Architektur einen enormen Eindruck auf uns. Der anschließende Rundgang durch das nicht minder imposante Innere der Gebäude beinhaltete dann eine Filmpräsentation über die Arbeit des Parlaments in einem 360°-Kino, den Besuch eines interaktiven Ausstellungsbereichs des Simone-Veil-Parlamentariums und – als großes Highlight – den Besuch des großen Plenarsaals.

In diesem haben wir das Wichtigste über die Geschichte und die Arbeit des Europäischen Parlaments gelernt, so zum Beispiel, dass die Europäische Gemeinschaft ursprünglich von den sogenannten Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg), Deutschland, Frankreich und Italien gegründet wurde, das Parlament aus 751 Abgeordneten aus 9 Fraktionen und einigen fraktionslosen Abgeordneten aus den 28 Mitgliedstaaten besteht und im Europäischen Parlament insgesamt 24 Amtssprachen gesprochen werden. Straßburg ist neben Brüssel und Luxemburg einer von drei Standorten des Europäischen Parlaments. Der deutsche Politiker und letztjährige Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, war von 1994 – 2017 Mitglied und von 2012 – 2017 Präsident des Europäischen Parlaments. Sein Nachfolger in diesem Amt ist seit dem 17. Januar 2017 der italienische Politiker Antonio Tajani. Das Europäische Parlament erlässt Rechtsvorschriften, die sich auf das tägliche Leben aller in der EU lebenden Bürgerinnen und Bürger auswirken (Legislativfunktion). Manchmal liegt die Verantwortung aber auch bei den Mitgliedstaaten, wenn nationale Lösungen sinnvoller sind als eine gesamteuropäische (das nennt man dann Subsidiarität). Außerdem wacht das Europäische Parlament über die Verwendung der EU-Mittel (Budgetfunktion) und wählt und kontrolliert die Europäische Kommission (Wahlfunktion).

Der Besuch des Europäischen Parlaments war sehr interessant und informativ, sodass wir diesen Besuch jedem nur empfehlen können, der mal in die Nähe von Straßburg kommt.

weiterlesen

Jan Niklas Kreuz (9d)

UNO Planspiel am AvH – Innovatives Lernen

Planspiel, das Eindruck hinterließ

Nicht jeder der rund 90 Teilnehmer aus den beiden Sowi-GKs von Herrn Ley und dem LK von Herrn Schumacher wusste, was ihn erwarten würde. Zwei Tage lang sollte man sich in eine neue Rolle hineinversetzen, um Teil der Vereinten Nationen werden: Der UNO, der Zusammenkunft fast aller Nationen der Welt.

 Nach kurzer Einführung über die UN wurden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen würden sich mit den Themen Umwelt, Klima und Energie, die anderen mit Sicherheit und Frieden beschäftigen.

Danach gingen die verschiedenen Gruppen in Workshops, um sich bestmöglich auf die anstehenden Verhandlungen vorzubereiten. Das erforderte viel Vorarbeit: Texte lesen, Positionen beziehen, Argumente finden – das alles sind Voraussetzungen für funktionierende Verhandlungen. Hier wurde deutlich, wie viel Arbeit in den realen UN-Konferenzen liegt. Wichtig war aber nicht nur, die passenden Informationen und Argumente zu finden. Essenziell für das Durchsetzen der eigenen Position war auch die richtige Strategie. Darum gab es Vorverhandlungen und Strategiebesprechungen für die Delegierten. Um die Tatsache, dass es sich nur um ein Planspiel und nicht um eine reale Konferenz handelte, möglichst in den Hintergrund zu rücken, wurde auf eine möglichst realistische Darstellung geachtet. Es gab sogar einen Dresscode, um die bestmögliche Atmosphäre für die großen Verhandlungen am zweiten Tag zu schaffen. Hemd und Bluse, wahlweise sogar Blazer oder Jackett standen auf der Kleiderordnung.

Der zweite Tag startete mit der Vorbereitung der Eröffnungsstatements der jeweiligen Nationen. Danach begann das Gipfeltreffen unter dem Namen „Global Governance Conference“ (kurz: GGC). Unter Leitung der UN wurde eine erste Verhandlungsrunde zum Verfassen der Präambel, also der feierlichen Einleitung der am Ende der Verhandlungen angestrebten Resolution einberufen. Hierbei zeichneten sich schon der erste Konflikt zwischen China und den USA, sowie ein Aufstand der kleinen Nationen gegen die Supermächte ab. Es folgten mehrere Runden von Fachverhandlungen der verschiedenen Gruppen, die von belebten Diskussionen, teilweise sogar heftigen Auseinandersetzungen geprägt waren. Die Presse konnte beispielsweise Aussagen wie „er ist eine Kunstfigur“ oder „wenn die USA ihren Verhandlungsstil nicht ändert, sehe ich keine Lösung der Verhandlungen“ über Donald Trump und die USA einfangen. In den Fachverhandlungen wurde eine schrittweise Entwicklung der Resolution erreicht. Nach einem letzten Ausfeilen der Resolution durch das Bilden einer Task Force wurde in einer großen Runde getagt. Nach Vorlesen der Resolution durch die UN und dem Erreichen der benötigten Konsensentscheidung unterschrieben nacheinander die Präsidenten die Resolution.

Dies war der erfolgreiche Abschluss zweier sehr abwechslungsreicher und interessanter Tage, die deutlich machten, wie innovativer Unterricht das Lernen erfolgreich und unterhaltsam gestalten kann. Das  Planspiel ist ein geeignetes Beispiel hierfür. Auf realistische und spannende Art und Weise bekam man Einblick in die Verhandlungen der UN. Durch sehr genaues und fachlich gutes Informationsmaterial wurden außerdem die Positionen und Anliegen der Nationen für die Schüler vermittelt.

Ein herzliches Dankeschön geht in erster Linie an die Friedrich-Ebert-Stiftung und die beiden Leiter Lukas Meya und Björn Reschke, die es sich mit der Organisation „Planpolitik“ zum Ziel gesetzt haben, den Schülern komplizierte Themen durch interaktive Unterrichtsformen näher zu bringen. Nicht zu vergessen sind auch die beiden Lehrer, Herr Ley und Herr Schumacher, und alle, die sich mit viel Engagement und Hingabe an dem Planspiel beteiligt haben.

 Lena Müller und Gabriele Zienke, LK SoWi 

weiterlesen

Sommerakademie der Hochbegabtenstiftung

Die 25. Sommerakademie der Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse Köln

In den Sommerferien konnten wir an der Sommerakademie der Hochbegabtenstiftung teilnehmen, welche in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach stattfand.

In diesem Jahr wurden zehntägige Workshops in den Bereichen Physik, Mathematik, Psychologie (bilingual), Biologie, Ökonomie (bilingual) sowie die Schreib-Theater-Werkstatt angeboten. Die Kurse setzten sich aus zehn bis 15 Oberstufenschülerinnen und Schülern ortsnaher Schulen zusammen.

Bei der Auswahl der Workshops entschieden wir uns für den bilingualen Ökonomiekurs und die Schreib-Theater-Werkstatt.

In den ersten drei Tagen lag der Schwerpunkt der Schreib-Theater- Werkstatt auf der Textproduktion, wie dem kennenlernen von Autoren, die zu dem diesjährigen Thema „Fremdheit“ Texte geschrieben haben. Inspiriert durch die Erlebnisse anderer Autoren, bekamen wir die Möglichkeit unsere eigenen Texte zu verfassen. Ab dem dritten Tag hatten wir Theaterunterricht bei Angela Merl, die im Theater Bonn arbeitet. Das Programm wechselte zwischen Stimm-, Mimik- und Gestikübungen, aber auch Improvisationen sowie vorgeschriebenen Theaterstücken.

Am Ende der Woche bereiteten wir ein Theaterstück mit Auszügen aus Gedichten und Geschichten vor, die wir im Verlauf des Workshops geschrieben hatten. Diese wurden während der Abschlussveranstaltung inszeniert und vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen.

Der Ökonomie-Workshop fand größtenteils auf Englisch statt und umfasste sämtliche Themen der Makro- und Mikroökonomie.

Unterschiedliche Inhalte, wie staatstheoretische- und  verhaltenstheoretische Modelle wurden in Simulationen durchgespielt.  Aktuelle und historische Beispiele, wie Finanzkrisen, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und der Brexit wurden besprochen und diskutiert. Eine kursbegleitende Börsensimulation, war sehr spannend und führte aufgrund falscher Vorhersagen der Aktienkurse durch selbsternannte „Experten“, zu amüsanten Auseinandersetzungen.

Bei einer Exkursion nach Köln erfuhren wir von einem Vermögensverwalter u.a. mehr über die Geldpolitik der Zentralbanken und unterschiedliche Anlagestrategien- und formen. Anschließend wurden uns bei einem Vortrag durch den Leiter des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln interessante Fakten zur Thematik der Migration vermittelt.

Jeden Abend von 19 bis 21 Uhr hielten Experten zu unterschiedlichen Themen Vorträge. Der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen referierte zum Thema internationaler Terrorismus. Die Stellvertretende Leiterin des Forschungszentrums Jülich, Prof. Dr. Dr. Svenja Capsers hielt einen Vortrag zum Thema Hirnforschung.

Unter den 72 Teilnehmern herrschte kursübergreifend eine ausgelassene und gute Stimmung. Jeden Abend saßen wir sehr lange zusammen, haben uns angeregt unterhalten, viel gelacht und sogar auf dem Flügel in der Mitte des Foyers vierhändig improvisiert, gesungen und eigene Songs geschrieben. Zudem schmeckte uns das Essen so gut, dass es sich allein deshalb schon gelohnt hätte, an der Sommerakademie teilzunehmen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Sommerakademie ein tolles Erlebnis war. Wir haben sehr viel gelernt, hatten unglaublichen Spaß und konnten neue Freundschaften schließen. Wir würden die Sommerakademie auf jeden Fall weiterempfehlen!

                               Von Jennifer Keil (Schreib-Theater-Werkstatt) und Lucian Lucassen (Ökonomie),
Schüler/in der Q1

weiterlesen

SPUN Sitzungswoche 2017

Schüler-Planspiel der Vereinten Nationen

Die Teilnehmer des Planspiels „United Nations“

Schüler-Planspiel United Nations (deutsch: Vereinte Nationen) – dafür steht die Abkürzung SPUN. Und was man bei SPUN macht ist auch einfach zu erklären: Man repräsentiert gemeinsam als Team einen Mitgliedstaat der Vereinten Nationen in verschiedenen Kommissionen und debattiert mit anderen Ländern in den Sitzungen über Lösungswege von Problemen, die unsere Welt betreffen. Ob es sich hierbei um den Klimawandel oder um die internationale Terrorismusbekämpfung handelt, bei SPUN simuliert man realitätsnah die Vereinten Nationen.

Am 9. Januar 2017 begann die Bewerbungsphase für insgesamt 60 Mitgliedsländer und einigen Non-Profit Organisations, welche man bei der diesjährigen Sitzungswoche vertreten konnte.

Julian O., Jannik P. und ich haben uns nach langer Überlegung letzten Endes für Deutschland beworben und wurden auch angenommen. Mit großer Vorfreude haben wir uns sorgfältig auf die Sitzungswoche vorbereitet. Unter anderem mit der SPUN-AG die Noah Burghoff-Hernandez und ich mit großer Unterstützung von Herrn Dubois an unserer Schule gegründet haben, als auch mit einer großläufigen Internetrecherche über die Themen in den Ausschüssen, in denen Deutschland einen Platz hatte, der Generalversammlung (internationale Terrorismusbekämpfung; Nahrungsmittelkrise), dem Menschenrechtsrat (Einsatz von Kindersoldaten; Rechte indigener Völker; staatenlose Flüchtlinge) und der Kommission für Umwelt, Gesundheit und soziale Entwicklung (Verschmutzung der Weltmeere; internationale Energieversorgung; internationale Hilfe in Naturkatastrophengebieten; Entwicklung des afrikanischen Kontinents).
Bei unserer Vorbereitung und der anschließenden Durchführung des Projekts hat uns der Förderverein mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung geholfen.

Die Sitzungswoche begann dann endlich am 14.06.2017. Es sind ca. 270 politisch engagierte Schüler aus ganz Deutschland und aus einigen Ländern außerhalb (unteranderem Kolumbien, Türkei, Bolivien, und Ungarn) nach Bonn in die Jugendherberge am Venusberg gereist. Ich würde jetzt am liebsten Seite für Seite den Ablauf unserer Woche schildern, weil es einfach unglaublich viel Spaß gemacht hat, aber Sie müssen sich damit begnügen, dass alle Beteiligten von der Veranstaltung total gepackt waren!

Zusammenfassend ist SPUN eins: nicht in Worte zu fassen. Denn man hat da dieses gewisse Gefühl, gestützt durch den starken Realitätsbezug und die Professionalität mit der man die ganze Sache angeht. Man muss es einfach einmal erlebt haben, um wirklich zu wissen, wie es ist. Aus diesem Grund lege ich es auch jedem politisch interessierten Schüler ans Herz, selbst einmal bei solch einer Veranstaltung dabei zu sein, um jede Menge Erfahrung zu sammeln, die einem nur weiterhelfen kann.

                        Roni Kilic, Schüler (Q2) 

weiterlesen 

 

Die neuen Lehrerinnen stellen sich vor

Laura Graf und Anne Horlbeck

Laura Graf (links) und Anne Horlbeck (rechts)

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir möchten uns auch auf diesem Wege kurz vorstellen: 
 
Wir sind seit diesem Schuljahr die zwei neuen „Geschichts- Lehrerinnen“ am AvH und unterrichten daneben auch Französisch (Frau Graf) sowie Sozialwissenschaften (Frau Horlbeck). 
 
Wir freuen uns auf die Arbeit am AvH – auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, den Austausch mit den Eltern, die Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern und auf alle neuen Herausforderungen, die die neue Aufgabe mit sich bringt. 

Metz holt Direktmandat bei der AvH-Wahl

Bildet sich jetzt eine grün-schwarze Koalition?

Trotz sommerlicher Temperaturen kamen über 100 Gäste zur Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl ins Forum unserer Schule.

Die Veranstaltung wurde von den Schülerinnen und Schülern des Vorbereitungsteams engagiert geplant und durchgeführt. Insbesondere an den kritischen Fragen zu den Themen „Ehe für alle“ und „Datenschutz“ entzündeten sich leidenschaftiche Debatten zwischen Dr. Norbert Röttgen, Bettina Bähr-Losse, Martin Metz, Michael Droste und Christian Pohlmann. Alle – bis auf Christian Pohlmann, der seine Kollegin Nicole Westig vertrat – treten auch als Direktkandidaten bei der Bundestagswahl im AvH-Wahlbezirk Rhein-Sieg II an. Sie schenkten sich nichts und auch das Moderatorenteam – bestehend aus Charlotte Offermann, Tjark Rohde und Sebastian Ungermanns – sowie auch das Publikum konfrontierten die Politiker immer wieder mit kritischen Fragen.

Nach dem Ergebnis der AvH-Bundestagswahl würde Martin Metz das Direktmandat holen. Und laut dem Zweitstimmenanteil wären verschiedene Koalitionen im Bundestag denkbar. Wir blicken mit Spannung auf die echte Bundestagswahl im September.

Thomas Ley, für die Fachschaft SoWi/Politik

Einladung zur politischen Podiumsdiskussion am AvH

Die Podiumsdiskussion wird am Mittwoch, 05.07. zwischen 14 bis 16 Uhr im Forum stattfinden.

Im Namen des Vorbereitungsteams sind alle Schülerinnen und Schüler herzlich zur Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl einladen.
 

Einladung zur Podiumsdiskussion

Es werden wieder die Direktkandidaten der etablierten Parteien zu Gast sein und miteinander diskutieren. So hat u.a. Dr. Norbert Röttgen zugesagt.

Die Themen wurden von den SuS der Politik- und Sozialwissenschaftskurse der Jahrgänge 8 bis Q1 gewählt.
Schwerpunkte werden demnach diesmal folgende sein: Gleichstellung, Digitalisierung und Außenpolitik.
Zum Abschluss wird es darüber hinaus noch die Möglichkeit fürs Publikum geben, Fragen aus anderen Themenbereichen zu stellen.
Zuletzt werden wir wieder eine AvH-Wahl durchführen, bei der alle Anwesenden unabhängig von Alter oder Herkunft wahlberechtigt sind. 
 
Die Organisation hat diesmal wieder ein sehr engagiertes Schülerteam unter der Leitung von Herrn Schüller und Frau Lakhloufi übernommen.

 

Thomas Ley, SoWi-Lehrer

Die Bergpredigt und ihr Einfluss auf die Politik

Generalmajor Dr. Rieks zu Besuch im AvH

rieksDie Vorbereitungen waren intensiv und erfolgreich. Dann kam der große Tag. Im Rahmen des Unterrichts erwartete der Religionskurs der Q2 von Frau Hansen am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, den Besuch des Generalmajors Dr. Ansgar Rieks, Amtschef des Luftfahrtamts der Bundeswehr.

In den Wochen zuvor beschäftigten wir uns ausführlich mit der in der Bergpredigt geforderten Ethik. In diesem Zusammenhang stellten wir uns die grundlegende Frage, ob die Ethik der Bergpredigt für die Politik als Orientierung fungieren könne. Zum Abschluss der Unterrichtseinheit beschlossen wir, Herrn Dr. Rieks zu einer Diskussion über dieses Thema einzuladen, in der Hoffnung, er könne uns dank seiner militärischen Führungsfunktion und der damit verbundenen beruflichen Erfahrung entscheidende Fragen beantworten.

Zu Beginn der Doppelstunde gewährte der Generalmajor Einblicke in seine konkrete berufliche Tätigkeit. Anschließend hielt er einen informativen Vortrag, unter anderem zum Thema „Soldaten im Einsatz“. In seinem Vortrag setzte er sich mit der Fragestellung „Was ist wie zu verteidigen?“ auseinander. Hierbei nahm Dr. Rieks Bezug auf die politische sowie christliche und kirchliche Ethik. Ein Soldat sei nicht nur ein Kämpfer, sondern auch ein Helfer in Kriegsregionen und ein Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Im staatlichen, gesellschaftlichen und humanitären Interesse verteidige er demokratische und christliche Werte, um Frieden zu schaffen. Selbstkritisch betonte Dr. Rieks in diesem Kontext, dass allein der Einsatz militärischer Mittel keinen gerechten Frieden erzielen könne.

Doch was bedeutet überhaupt Gerechtigkeit? Nach dem Philosophen Immanuel Kant beruht Gerechtigkeit auf der Autonomie und Freiheit des Individuums, die durch das Recht wiederum begrenzt sind. Unter Berufung auf die Gewissensfreiheit hat beispielsweise ein deutscher Soldat das Recht, seinen Militärdienst im Falle ethischer Interessenkonflikte zu verweigern. Im Vergleich zu anderen Ländern stellt dies jedoch eine Ausnahme dar. Dort eröffnet die Gewissensfreiheit Soldaten keine Entscheidungsspielräume.

rieks2Durch diesen spannenden Vortrag veranlasste uns Dr. Rieks zum Reflektieren über grundlegende ethische Aspekte. Im Anschluss gab er uns die Möglichkeit, mit ihm in den Dialog zu treten. Unter anderem stellten wir die Frage, inwiefern die Bergpredigt mit dem Handeln und dem Gewissen eines Soldaten in Einklang gebracht werden könne. Der Generalmajor vermittelte uns seine Perspektive und erklärte, dass „die Bergpredigt in uns gültig ist und somit auch in einem Soldaten“.

Im Laufe der Diskussion beantwortete Dr. Rieks weitere Fragen und erwiderte oftmals mit Gegenfragen, die so zu interessanten Denkanstößen führten. Leider reichte die Zeit nicht aus, um manche Aspekte ausführlicher zu diskutieren.

Nachdem sich unsere Kurssprecher im Namen des ganzen Kurses bei Dr. Ansgar Rieks herzlich bedankt hatten, verließen alle in Gedanken versunken und nachhaltig beeindruckt die Schule.

Dem Amtschef des Luftfahrtamts der Bundeswehr sind wir sehr dankbar, dass er sich die Zeit genommen und sich differenziert mit uns über die Bergpredigt auseinandergesetzt hat. In einer  außergewöhnlichen Unterrichtsatmosphäre eröffnete uns Dr. Rieks besondere Perspektiven, die für uns eine enorme Bereicherung darstellten.

Aufgrund dieses nachhaltigen Eindrucks drängen sich immer wieder Aspekte auf, die uns wiederum zu neuen Fragen leiten. Wird die Bergpredigt auch in Zukunft Einflüsse auf politische Entscheidungen nehmen? Sind die Forderungen jesuitischer Ethik heute noch für unsere Gesellschaft bedeutsam?rieks3

weiterlesen

Isabelle Kunze, Q2

„Schüler fragen, Politiker antworten!“

Podiumsdiskussion am AvH anlässlich der Landtagswahl 2017 in NRW

wahllogo_01Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, EF, Q1 und Q2 haben eine Podiumsdiskussion anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in NRW 2017 vorbereitet. Bei der Podiumsdiskussion stellen sich Politiker den Fragen der Schülerschaft zu aktuellen landespolitischen Themen – bildungspolitische Fragestellungen sind als Schwerpunkt vorgesehen. An der Diskussion werden folgende Kandidaten der Parteien SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Piraten und Die Linke für den Wahlkreis Rhein-Sieg III teilnehmen:

  • Folke große Deters (SPD)
  • Oliver Krauß (CDU)
  • Wilhelm Windhuis (Bündnis 90/ Die Grünen)
  • Jörn Freynick  (FDP)
  • Jürgen Weiler (Piraten)
  • Michael Lehmann (Die Linke)

Wie würden uns freuen, Sie und Euch bei der Podiumsdiskussion am Freitag, den 20.01.2017, um 14 Uhr im Forum des AvH begrüßen zu dürfen!

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

(Stefan Schüller, Alina Warkentin, Saida Lakhloufi)

Studium in der Oberstufe? – Ja, das geht!

5 Fragen an Lea Artemov aus der Q2

fff_zertifikat_lea_small Seit einigen Jahren besteht bereits die Kooperation unserer Schule mit dem FFF-Programm der Universität Bonn. AvH-Schüler haben die Möglichkeit dort in verschiedenen Bereichen Uni-Veranstaltungen zu besuchen und sogar erste Leistungsnachweise zu erwerben.

Die Q2-Schülerin Lea Artemov hat kürzlich einen Abschnitt ihres Frühstudiums an der Universität Bonn erfolgreich abgeschlossen. Nach der feierlichen Verleihung des Zertifikats hat sie uns einige Fragen zu dem Programm beantwortet:

Wie lässt sich das FFF-Programm in Kurzform beschreiben?

Das Fördern, Fordern, Forschen Programm ist ein Angebot der Uni Bonn, das Schülern ab der Mittelstufe ermöglicht, einige Vorlesungen an der Uni zu besuchen und sogar Scheine für bestandene Klausuren zu erwerben, die man sich für das „richtige“ Studium später anrechnen lassen kann.

Was genau hast du an der Uni Bonn machen können?

Ich habe bis jetzt schon Vorlesungen in Theologie, Rechtswissenschaften, Informatik und Volkswirtschaftslehre besucht. Dazu durfte ich auch an den entsprechenden Übungen teilnehmen und musste auch Studienleistungen bringen und Hausaufgaben machen.

Was war für dich die größte Herausforderung?

Am Anfang muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass eine Vorlesung ganz anders als Schulunterricht ist. Der Professor redet zu 50 oder manchmal sogar über 200 Studenten gleichzeitig. Da gibt es kein Unterrichtsgespräch mehr, sondern man muss eineinhalb Stunden lang nur zuhören. Aber es werden auch total interessante Sachen unterrichtet und der Dozent hat die Möglichkeit, viel intensiver auf ein Thema einzugehen. Außerdem kann man schon mal vor Studienbeginn üben, wie man richtig mitschreibt, sodass man sich alles behalten kann, was in der Veranstaltung besprochen wurde.

Was war besonders spannend?

Es war besonders spannend, in so viele verschiedenen Fächer hineinschauen zu dürfen, ohne sich direkt festlegen zu müssen. Ich habe nicht nur viel gelernt, sondern bin mir jetzt auch viel sicherer, was ich studieren möchte.

Durch Gespräche mit den Tutoren und anderen Studenten konnte man sich auch einen richtig guten Einblick in das Studentenleben verschaffen und was es noch so für Angebote neben den eigentlichen Studiengängen gibt.

Würdest du anderen Schülerinnen und Schülern zur Teilnahme raten? Wieso?

Ich würde auf jeden Fall dazu raten. Es ist eine total coole Erfahrung, als SchülerIn schon im Vorlesungssaal zu sitzen ohne dabei schon den ganzen Druck zu haben, bestimmte Vorlesungen bestehen zu müssen.

Trotzdem sollte einem klar sein, dass man viel Zeit und Arbeit investieren muss, damit man erfolgreich an dem Projekt teilnehmen kann.

 

Wer Fragen zum FFF-Programm hat oder selbst teilnehmen möchte, darf sich gerne bei Frau Sobotka melden.

weiterlesen

Marc Schall, Beratungslehrer Q2, 11.01.2017