Schlagwort-Archive: Sozialwissenschaften

Die neuen Lehrerinnen stellen sich vor

Laura Graf und Anne Horlbeck

Laura Graf (links) und Anne Horlbeck (rechts)

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir möchten uns auch auf diesem Wege kurz vorstellen: 
 
Wir sind seit diesem Schuljahr die zwei neuen „Geschichts- Lehrerinnen“ am AvH und unterrichten daneben auch Französisch (Frau Graf) sowie Sozialwissenschaften (Frau Horlbeck). 
 
Wir freuen uns auf die Arbeit am AvH – auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, den Austausch mit den Eltern, die Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern und auf alle neuen Herausforderungen, die die neue Aufgabe mit sich bringt. 

Metz holt Direktmandat bei der AvH-Wahl

Bildet sich jetzt eine grün-schwarze Koalition?

Trotz sommerlicher Temperaturen kamen über 100 Gäste zur Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl ins Forum unserer Schule.

Die Veranstaltung wurde von den Schülerinnen und Schülern des Vorbereitungsteams engagiert geplant und durchgeführt. Insbesondere an den kritischen Fragen zu den Themen „Ehe für alle“ und „Datenschutz“ entzündeten sich leidenschaftiche Debatten zwischen Dr. Norbert Röttgen, Bettina Bähr-Losse, Martin Metz, Michael Droste und Christian Pohlmann. Alle – bis auf Christian Pohlmann, der seine Kollegin Nicole Westig vertrat – treten auch als Direktkandidaten bei der Bundestagswahl im AvH-Wahlbezirk Rhein-Sieg II an. Sie schenkten sich nichts und auch das Moderatorenteam – bestehend aus Charlotte Offermann, Tjark Rohde und Sebastian Ungermanns – sowie auch das Publikum konfrontierten die Politiker immer wieder mit kritischen Fragen.

Nach dem Ergebnis der AvH-Bundestagswahl würde Martin Metz das Direktmandat holen. Und laut dem Zweitstimmenanteil wären verschiedene Koalitionen im Bundestag denkbar. Wir blicken mit Spannung auf die echte Bundestagswahl im September.

Thomas Ley, für die Fachschaft SoWi/Politik

Einladung zur politischen Podiumsdiskussion am AvH

Die Podiumsdiskussion wird am Mittwoch, 05.07. zwischen 14 bis 16 Uhr im Forum stattfinden.

Im Namen des Vorbereitungsteams sind alle Schülerinnen und Schüler herzlich zur Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl einladen.
 

Einladung zur Podiumsdiskussion

Es werden wieder die Direktkandidaten der etablierten Parteien zu Gast sein und miteinander diskutieren. So hat u.a. Dr. Norbert Röttgen zugesagt.

Die Themen wurden von den SuS der Politik- und Sozialwissenschaftskurse der Jahrgänge 8 bis Q1 gewählt.
Schwerpunkte werden demnach diesmal folgende sein: Gleichstellung, Digitalisierung und Außenpolitik.
Zum Abschluss wird es darüber hinaus noch die Möglichkeit fürs Publikum geben, Fragen aus anderen Themenbereichen zu stellen.
Zuletzt werden wir wieder eine AvH-Wahl durchführen, bei der alle Anwesenden unabhängig von Alter oder Herkunft wahlberechtigt sind. 
 
Die Organisation hat diesmal wieder ein sehr engagiertes Schülerteam unter der Leitung von Herrn Schüller und Frau Lakhloufi übernommen.

 

Thomas Ley, SoWi-Lehrer

Die Bergpredigt und ihr Einfluss auf die Politik

Generalmajor Dr. Rieks zu Besuch im AvH

rieksDie Vorbereitungen waren intensiv und erfolgreich. Dann kam der große Tag. Im Rahmen des Unterrichts erwartete der Religionskurs der Q2 von Frau Hansen am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, den Besuch des Generalmajors Dr. Ansgar Rieks, Amtschef des Luftfahrtamts der Bundeswehr.

In den Wochen zuvor beschäftigten wir uns ausführlich mit der in der Bergpredigt geforderten Ethik. In diesem Zusammenhang stellten wir uns die grundlegende Frage, ob die Ethik der Bergpredigt für die Politik als Orientierung fungieren könne. Zum Abschluss der Unterrichtseinheit beschlossen wir, Herrn Dr. Rieks zu einer Diskussion über dieses Thema einzuladen, in der Hoffnung, er könne uns dank seiner militärischen Führungsfunktion und der damit verbundenen beruflichen Erfahrung entscheidende Fragen beantworten.

Zu Beginn der Doppelstunde gewährte der Generalmajor Einblicke in seine konkrete berufliche Tätigkeit. Anschließend hielt er einen informativen Vortrag, unter anderem zum Thema „Soldaten im Einsatz“. In seinem Vortrag setzte er sich mit der Fragestellung „Was ist wie zu verteidigen?“ auseinander. Hierbei nahm Dr. Rieks Bezug auf die politische sowie christliche und kirchliche Ethik. Ein Soldat sei nicht nur ein Kämpfer, sondern auch ein Helfer in Kriegsregionen und ein Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Im staatlichen, gesellschaftlichen und humanitären Interesse verteidige er demokratische und christliche Werte, um Frieden zu schaffen. Selbstkritisch betonte Dr. Rieks in diesem Kontext, dass allein der Einsatz militärischer Mittel keinen gerechten Frieden erzielen könne.

Doch was bedeutet überhaupt Gerechtigkeit? Nach dem Philosophen Immanuel Kant beruht Gerechtigkeit auf der Autonomie und Freiheit des Individuums, die durch das Recht wiederum begrenzt sind. Unter Berufung auf die Gewissensfreiheit hat beispielsweise ein deutscher Soldat das Recht, seinen Militärdienst im Falle ethischer Interessenkonflikte zu verweigern. Im Vergleich zu anderen Ländern stellt dies jedoch eine Ausnahme dar. Dort eröffnet die Gewissensfreiheit Soldaten keine Entscheidungsspielräume.

rieks2Durch diesen spannenden Vortrag veranlasste uns Dr. Rieks zum Reflektieren über grundlegende ethische Aspekte. Im Anschluss gab er uns die Möglichkeit, mit ihm in den Dialog zu treten. Unter anderem stellten wir die Frage, inwiefern die Bergpredigt mit dem Handeln und dem Gewissen eines Soldaten in Einklang gebracht werden könne. Der Generalmajor vermittelte uns seine Perspektive und erklärte, dass „die Bergpredigt in uns gültig ist und somit auch in einem Soldaten“.

Im Laufe der Diskussion beantwortete Dr. Rieks weitere Fragen und erwiderte oftmals mit Gegenfragen, die so zu interessanten Denkanstößen führten. Leider reichte die Zeit nicht aus, um manche Aspekte ausführlicher zu diskutieren.

Nachdem sich unsere Kurssprecher im Namen des ganzen Kurses bei Dr. Ansgar Rieks herzlich bedankt hatten, verließen alle in Gedanken versunken und nachhaltig beeindruckt die Schule.

Dem Amtschef des Luftfahrtamts der Bundeswehr sind wir sehr dankbar, dass er sich die Zeit genommen und sich differenziert mit uns über die Bergpredigt auseinandergesetzt hat. In einer  außergewöhnlichen Unterrichtsatmosphäre eröffnete uns Dr. Rieks besondere Perspektiven, die für uns eine enorme Bereicherung darstellten.

Aufgrund dieses nachhaltigen Eindrucks drängen sich immer wieder Aspekte auf, die uns wiederum zu neuen Fragen leiten. Wird die Bergpredigt auch in Zukunft Einflüsse auf politische Entscheidungen nehmen? Sind die Forderungen jesuitischer Ethik heute noch für unsere Gesellschaft bedeutsam?rieks3

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Isabelle Kunze, Q2

„Schüler fragen, Politiker antworten!“

Podiumsdiskussion am AvH anlässlich der Landtagswahl 2017 in NRW

wahllogo_01Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, EF, Q1 und Q2 haben eine Podiumsdiskussion anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in NRW 2017 vorbereitet. Bei der Podiumsdiskussion stellen sich Politiker den Fragen der Schülerschaft zu aktuellen landespolitischen Themen – bildungspolitische Fragestellungen sind als Schwerpunkt vorgesehen. An der Diskussion werden folgende Kandidaten der Parteien SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Piraten und Die Linke für den Wahlkreis Rhein-Sieg III teilnehmen:

  • Folke große Deters (SPD)
  • Oliver Krauß (CDU)
  • Wilhelm Windhuis (Bündnis 90/ Die Grünen)
  • Jörn Freynick  (FDP)
  • Jürgen Weiler (Piraten)
  • Michael Lehmann (Die Linke)

Wie würden uns freuen, Sie und Euch bei der Podiumsdiskussion am Freitag, den 20.01.2017, um 14 Uhr im Forum des AvH begrüßen zu dürfen!

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

(Stefan Schüller, Alina Warkentin, Saida Lakhloufi)

Studium in der Oberstufe? – Ja, das geht!

5 Fragen an Lea Artemov aus der Q2

fff_zertifikat_lea_small Seit einigen Jahren besteht bereits die Kooperation unserer Schule mit dem FFF-Programm der Universität Bonn. AvH-Schüler haben die Möglichkeit dort in verschiedenen Bereichen Uni-Veranstaltungen zu besuchen und sogar erste Leistungsnachweise zu erwerben.

Die Q2-Schülerin Lea Artemov hat kürzlich einen Abschnitt ihres Frühstudiums an der Universität Bonn erfolgreich abgeschlossen. Nach der feierlichen Verleihung des Zertifikats hat sie uns einige Fragen zu dem Programm beantwortet:

Wie lässt sich das FFF-Programm in Kurzform beschreiben?

Das Fördern, Fordern, Forschen Programm ist ein Angebot der Uni Bonn, das Schülern ab der Mittelstufe ermöglicht, einige Vorlesungen an der Uni zu besuchen und sogar Scheine für bestandene Klausuren zu erwerben, die man sich für das „richtige“ Studium später anrechnen lassen kann.

Was genau hast du an der Uni Bonn machen können?

Ich habe bis jetzt schon Vorlesungen in Theologie, Rechtswissenschaften, Informatik und Volkswirtschaftslehre besucht. Dazu durfte ich auch an den entsprechenden Übungen teilnehmen und musste auch Studienleistungen bringen und Hausaufgaben machen.

Was war für dich die größte Herausforderung?

Am Anfang muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass eine Vorlesung ganz anders als Schulunterricht ist. Der Professor redet zu 50 oder manchmal sogar über 200 Studenten gleichzeitig. Da gibt es kein Unterrichtsgespräch mehr, sondern man muss eineinhalb Stunden lang nur zuhören. Aber es werden auch total interessante Sachen unterrichtet und der Dozent hat die Möglichkeit, viel intensiver auf ein Thema einzugehen. Außerdem kann man schon mal vor Studienbeginn üben, wie man richtig mitschreibt, sodass man sich alles behalten kann, was in der Veranstaltung besprochen wurde.

Was war besonders spannend?

Es war besonders spannend, in so viele verschiedenen Fächer hineinschauen zu dürfen, ohne sich direkt festlegen zu müssen. Ich habe nicht nur viel gelernt, sondern bin mir jetzt auch viel sicherer, was ich studieren möchte.

Durch Gespräche mit den Tutoren und anderen Studenten konnte man sich auch einen richtig guten Einblick in das Studentenleben verschaffen und was es noch so für Angebote neben den eigentlichen Studiengängen gibt.

Würdest du anderen Schülerinnen und Schülern zur Teilnahme raten? Wieso?

Ich würde auf jeden Fall dazu raten. Es ist eine total coole Erfahrung, als SchülerIn schon im Vorlesungssaal zu sitzen ohne dabei schon den ganzen Druck zu haben, bestimmte Vorlesungen bestehen zu müssen.

Trotzdem sollte einem klar sein, dass man viel Zeit und Arbeit investieren muss, damit man erfolgreich an dem Projekt teilnehmen kann.

 

Wer Fragen zum FFF-Programm hat oder selbst teilnehmen möchte, darf sich gerne bei Frau Sobotka melden.

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Marc Schall, Beratungslehrer Q2, 11.01.2017

Einfach mal UN-Generalsekretär sein

Teilnahme des SoWi-LKs am UNO-Planspiel der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn

Mit der Wahl des künftigen Präsidenten der USA begann gleichzeitig auch die UN-Klimakonferenz in Marokko. Die internationale Gemeinschaft trifft sich, um die Versprechen aus Paris nun Wirklichkeit werden zu lassen. Das bedeutet mühsame Verhandlungen, um die Absichten aus Paris nun in einen langfristigen Klimaschutzplan zu übersetzten. Aber nicht nur in Marrakesch, sondern auch in Bonn debattierte und verhandelte die internationale Gemeinschaft im Rahmen einer Global-Governance-Konferenz, organisiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zweier Gymnasien aus Hürth und Köln schlüpften die sozialwissenschaftlichen Leistungskurse der 12. Klasse in die Rollen hochrangiger Politiker_innen der UN, der EU und weiterer Nationalstaaten, um sowohl gemeinsame Ziele zum Klima- und Umweltschutz festzulegen, als auch Fragen von Frieden und Sicherheit sowie globaler Ungleichheit zu verhandeln.

image1Es fanden ausgiebige Debatten in den drei Arbeitskreisen (Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, Frieden und Sicherheitspolitik, sowie Umwelt- und Klimapolitik), dem Plenum, aber auch – ganz wie im echten Leben –  in informellen Treffen zwischen einzelnen Regierungen statt. Trotz vieler Interessenskonflikte (bspw. zwischen Industrie- und Entwicklungsländer zu Fragen des Umweltschutzes) gingen die einzelnen Staaten aufeinander zu und machten Zugeständnisse, sodass am Ende des Planspiels eine abschließende UN-Resolution feierlich unterzeichnet werden konnte. Nun blicken wir alle gespannt auf die realen Ergebnisse des Klimagipfels in Marokko
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Anne Hantusch, Schülerin der Q2 (LK SoWi, Herr Ley)

Besuch der Friedrich-Ebert-Stiftung 2016

SW-LK-schuellerPlanspiele geben Einblick in die Wirtschaft

Am 20. und 21. Januar 2016 waren die beiden Sowi-Leistungskurse der Q1 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und nahmen an einem Planspiel teil. Nach der problemlosen Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, trafen wir uns mit anderen Teilnehmenden Sowi- und
Politikkursen in einem großen Saal und wurden, durch ein themenbezogenes Kennenlernspiel, bekannt gemacht.

Danach begann schon das erste Planspiel zum Thema Aktien. Nach einer kurzen Erläuterung wurden alle Teilnehmer in kleine Gruppen eingeteilt, die einen Akteur an der Börse darstellen sollten. Durch Informationsmappen wusste jede Gruppe auch schnell, welche genauen Ziele sie verfolgen sollten. Nun begann das eigentliche „Spiel“. Durch Spielkarten und Spielgeld wurde  ein Aktiengeschäft in vereinfachter Form dargestellt. Besonders die Gespräche an der „Börse“ (einem Tisch) und der digitale Kurs der vier verschiedenen Aktien, die sich ständig veränderten und zum Beispiel Informationen aus fiktiven Nachrichten mit einbezogen, machten auf besonders leichte Art verständlich, wie das Handeln mit Aktien funktioniert und welche Ziele man mit so einem Handel verfolgen kann. Ebenfalls machte es aber auch die Risiken und Probleme, die sich beim Geschäft mit Aktien verbergen, deutlich.

Am zweiten Tag spielten wir ein weiteres Planspiel zum Thema Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Staatskrise?. Auch dazu wurden wir in Gruppen eingeteilt und vertraten verschiedene Staaten, Institutionen, Lobbyisten, Ratingagenturen und Journalisten. Sämtliche wichtigen Informationen wurden durch verständliche Kurzfilme und konkrete Rollenbeschreibungen vermittelt. Pro Runde gab es neue Ereignisse (zum Beispiel das Untergehen des Tourismus in einem Land), welche die gesamte Situation änderten und so gute Ansätze aus der vorherigen Runde zerschlugen. Am Ende des Tages war uns allen bewusst, wie leicht ein Land in eine Schuldenkrise geraten kann und wie schwer es ist aus dem Teufelskreis der Schulden wieder heraus zu kommen.

Insgesamt fanden wir alle diese zwei Tage in der Friedrich-Ebert–Stiftung sehr gelungen und würden uns freuen, wenn wir an so einem Event noch einmal teilhaben könnten. SW-LK-Vaneyk

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SoWi LK besucht „UN-Konferenz“

Am 4. und 5. November hatte unser SoWi LK die Möglichkeit an einer UN-IMG_20151105_131735Konferenz teilzunehmen. Aber wie ging dies vonstatten?

Natürlich waren Ban Ki-moon und Co. nicht selbst in der Bonner Friedrich-Ebert-Stiftung, sondern wurden im Rahmen eines Planspiels von Schülern vertreten.

Gemeinsam mit Schülern eines Berufskollegs nahmen wir die Rollen verschiedener Staatsrepräsentanten an und diskutierten über Frieden und Sicherheit sowie Klima- und Umweltschutz auf globaler Ebene.

Es fanden ausgiebige Verhandlungen statt, bei denen sich alle gut in ihren Rollen einfinden konnten. Alles in allem war dies ein interessanter und aufschlussreicher Ausflug, bei dem komplexe Inhalte spielerisch vermittelt wurden.

11.11.’15, Maike Hennes und Hannah Schmitz