Vielseitiges Irland

Studienfahrt nach Dublin

Zwischen Historie und Gegenwart einerseits sowie zwischen dem belebten Dublin und den einsamen Wicklows andererseits erlebten die Schülerinnen und Schüler die erstmals angebotene Studienfahrt nach Dublin.

Gruppenbild in Kilmainham Gaol

Nach der Ankunft am Montag führten Klara Bauer und Lena Bittner die Gruppe durch die Stadt, die sich bemühte, durch Verkehr, Starkregen und Baustellen ihre schönen Seiten zu verstecken, was ihr letztlich aber nicht gelang (links: The Temple Bar in dem gleichnamigen Viertel;
rechts: Great Famine Memorial).
Am Abend bestand die Möglichkeit, sich bei Irish Stew, das unter fachkundiger Anleitung von Lia Sold, Vanessa Büchner und Frau Daniels entstand, zu wärmen und zu stärken.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der irischen Geschichte. Neben dem General Post Office, einem zentralen Ort der Easter Risings (1916) im Kampf gegen die englische Obrigkeit, stand der Besuch des Kilmainham Gaol auf dem Programm. Das Gefängnis aus dem späten 17. Jahrhundert wurde für viele an den Oster-Aufständen Beteiligten der Ort ihrer Hinrichtung und ist daher einigermaßen berüchtigt. Einem größeren Publikum ist es indes aus Filmen und Musikvideos bekannt, die dort, nachdem die Einrichtung nicht länger als Gefängnis genutzt wurde, entstanden sind. Obwohl einige Schülerinnen und Schüler sich die mitunter beängstigend engen Zellen auch von innen angeschaut haben, sind letztlich alle wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das erlaubte es den Schülerinnen und Schülern, am Abend die Pizza im Hostel zu genießen, die dort verteilt wurde.

Am Mittwochmorgen setzte ein allgemeines Flehen und Bitten ein. Die Wanderung möge nicht zu lang, nicht zu anstrengend sein. Man hätte ja die Hüttentour gewählt, wenn man wandern wollte… Eine Stunde Busfahrt und einen (zugegebenermaßen anstrengenden) Aufstieg später, einige Meter über dem Upper Lake von Glendalough klang das Ganze dann erheblich anders: „Wow, ist das schön hier!“ und „Tolle Aussicht!“ oder gar „Das hat sich aber schon gelohnt.“, hieß es dort. Mit Recht…

Okay, am Donnerstag waren doch einige Wehwehchen nach der Wanderung festzustellen, aber das hielt sich alles in Grenzen. Außerdem stand für uns ein ‚Irish Sunday‘ auf dem Programm, also ging es erstmal – ganz gemütlich – in eine Kirche und später in eine Whiskey-Destillerie, wo wir in die Feinheiten des ‚Wassers des Lebens‘ eingeweiht wurden. Auch wenn aus Altersgründen eine Stärkung mit demselben nicht in Frage kam, traf man abends gut gelaunt zur Überraschungsveranstaltung zusammen. In einem unscheinbaren Keller klimperte ein irischer Gitarrist ein paar Songs, bis seine Partnerin fertig vorbereitet war. Als die in atemberaubendem Tempo einen irischen Tanz auf die Bühne zauberte und der Gitarrist sagte, dass wir das am Ende der Veranstaltung auch könnten, blieb dem einen oder anderen erstmal die Spucke weg. Aber tatsächlich: Knapp zwei Stunden später hatten wir (nicht ganz im selben Tempo) drei gesellschaftsfähige Tänze getanzt – zunächst zwei in Kleingruppen, dann einen alle zusammen. So waren wir gut vorbereitet, den Abend in einem Pub ausklingen zu lassen, bevor es am Freitag wieder nach Hause ging.

T. Rebschloe, Lehrer

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